Santiago, bist du es?Das habe ich mir beim Lesen der ersten Kapitel ununterbrochen gedacht.Der Santiago, über den ich hier gelesen habe, hatte nichts mehr mit dem Santiago aus den vorherigen Bänden zu tun.Die Erklärung für seine Wesensänderung liefert Lauren Asher allerdings direkt zu Beginn mit.Nach dem Schicksalsschlag ist es absolut nachvollziehbar, dass der einst so gut gelaunte Santiago in ein tiefes, dunkles Loch fällt.Doch Lauren Asher hat das perfekte Gegenmittel, um ihn aus seiner Höhle herauszulocken: Chloe - der menschgewordene Sonnenschein und damit das komplette Gegenteil von "Grumpy-Santiago".Schon beim ersten Aufeinandertreffen der beiden war ich Feuer und Flamme, denn sie sind die Definition des Grumpy-x-Sunshine-Tropes.Wenn ich jemandem die Bedeutung dieses Tropes erklären müsste, würde ich ohne zu zögern dieses Buch hervorzaubern.Außerdem ist Chloe eine der sympathischsten Protagonistinnen, über die ich jemals gelesen habe.Ihre chaotische Wirbelwind-Art hat mich beim Lesen unzählige Male zum Lachen gebracht.Kein Wunder, dass sie kaum Mühe damit hat, Santiago aus seinem Schneckenhaus zu holen.Während mich die erste Hälfte des Buches vor allem durch den Humor begeistert hat, wird die zweite Hälfte deutlich emotionaler.Hier rückt vor allem die Charakterentwicklung der beiden in den Fokus.Mir ist das Herz förmlich aufgegangen, als Santiago sich Schritt für Schritt zurück zu dem lebensfrohen, draufgängerischen Formel-1-Fahrer entwickelt, den ich aus den vorherigen Bänden kannte.Auch die Vorbildfunktion, die er mit seinem Comeback in die F1-Welt verkörpert, hat mich tief beeindruckt.So etwas hätte ich auch gerne in der Realität.