Humorvoll
Wenn man sich erstmal an die logischerweise ungewöhnlichen Namen gewöhnt hat, offenbart das kleine Buch einen großen Charme. Beleuchtet wird der Büroalltag in einem Tokioer Büro, Tratsch, der vor allem beim Essen ausgetauscht wird, durchzieht jede Position und Beziehung. Dabei geht es aber auch um die Frage, was Arbeit in einem Leben für eine Rolle spielt, wer arbeiten muss, wenn andere ausfallen, wer welche Position verdient und ob das wirklich nur von der Leistung abhängt. Insofern lässt sich die Handlung auch auf unsere Arbeitswelt übertragen.Mitunter ist das dann zum Schreien komisch, weil es absurde Züge annimmt. Nitani liebt eigentlich Bücher, nicht seinen Büroallag. Die Bücher sind in seiner kleinen Wohnung derart gestapelt, dass man ihnen überall begegnen muss. Warum arbeitet eine derartige Leseratte in einem Büro? Er sucht eine Frau, meint die passende oder die zu erwartende in Ashikawa gefunden zu haben, aber glücklich ist er mit seinen Entscheidungen nicht. Die Gründe dafür werden aberwitzig, aber auch mit großer Liebe zu den Figuren erzählt. Warum entscheiden wir uns eigentlich für die Sicherheitsvariante anstatt für das Risiko? Warum treffen wir aber damit absichtlich falsche Entscheidungen? Letztlich ist dieses Büchlein ein Loblied auf Selbstbestimmung und Mut, dem eigenen Bauchgefühl mehr zu vertrauen - auch entgegen den Erwartungen anderer.