Das Cover des Buches hat mich mit den herbstlichen Farben gleich auf die Geschichte aufmerksam gemacht, es verspricht eine gemütliche Atmosphäre, in die man eintauchen kann und deutet mit der Skyline im Hintergrund auch auf das Setting New York hin.
Es geht um Flora, die Illustratorin für Kinderbücher, eigentlich eher romantisch veranlagt ist und sehr süße Illustrationen wie Hasen mit Hüten zeichnet. Nun bekommt sie allerdings den Auftrag, ein eher düsteres Kinderbuch für einen Bestsellerautor zu illustrieren, eine echte Herausforderung. In New York trifft sie auf Fletcher, der ein Texter ist und eine Kolumne über RomComs schreiben soll, bloß hat er nicht die leiseste Ahnung davon. Kurzerhand gründen sie den kleinsten Buchclub und diskutieren einerseits über gruselige Geschichten, die Flora bei ihren Illustrationen helfen sollen, andererseits über romantische Geschichten, damit Fletcher ein Gespür für Romantik bekommt. Im herbstlichen New York kommen sie sich bei ihren Treffen immer näher, doch Flora ahnt nicht, dass ihr Herz dabei enger mit ihrer Karriere verbunden ist, als gedacht.
Mir hat die Geschichte rund um Flora und Fletcher sehr gut gefallen. Angefangen beim Setting, das mich voll und ganz überzeugt hat, New York im Herbst kann sehr schön und trotz der Menschenmassen auch sehr gemütlich sein. Dazu mochte ich auch die WGs der Protagonisten, es hatte ein wenig was von Friends, man fühlte sich dort mit der Zeit immer wohler und wie Zuhause. Auch die Buchhandlung, in der Flora zusätzlich arbeitet, strotzt nur so vor Gemütlichkeit und am liebsten würde ich dort mal eine Runde stöbern. Durch detaillierte Beschreibungen kann man sich all die Schauplätze sehr gut vorstellen und reist gedanklich an die Orte mit. Die Autorin hat zudem einen sehr lockeren und leichten Schreibstil, sodass man schnell in die Welt der Geschichte abtauchen kann und sie sich flüssig lesen lässt. Die Kapitel sind aus Floras Perspektive geschrieben, dadurch lernen wir sie, ihre Gedanken und ihre Gefühle sehr gut kennen. Fletcher bekommt zum Ende der Kapitel ab und zu einen kleinen Einschub, der seine Emotionen und seine Gedanken zu Flora darstellt. Das finde ich gut, ich bin eigentlich eher Fan davon, dass beide Protagonisten zu Wort kommen, doch so ist es eine gute Zwischenlösung. Die beiden Protagonisten waren mir sympathisch, auch die Nebencharaktere mochte ich gerne. Ich fand es auch spannend zu beobachten, wie sich die Liebesgeschichte zwischen Flora und Fletcher entwickelt, denn nicht nur gemeinsam entwickeln sie sich weiter, sondern auch jeder individuell für sich wächst daran. Im Großen und Ganzen mocht ich die Entwicklung, den plot twist am Ende konnte ich mir aber im Kern schon denken, daher war es für mich nicht ganz so überraschend, doch trotzdem kommt es zu einem runden und schlüssigen Ende.
Insgesamt also eine schöne herbstliche Geschichte, die mich gut unterhalten und die ich gerne für einen gemütlichen Lesenachmittav weiterempfehlen kann. Vergebe 4,5 Sterne.