Kriminalinspektorin Dina Stassny verbringt ein paar Tage Urlaub im Salzburgischen Winter. Als besonderes Highlight erlebt sie einen unangekündigten Perchtenlauf: Zwölf unheimlichen Gestalten der »Wilden Jagd vom Untersberg« führen ihren rituellen Tanz auf.
Dina ist sich ziemlich sicher, eine 13. Percht mit Zottelfell und Hörnern gesehen zu haben.
Wenig später, bei der Gassi-Runde mit ihrem Hund, entdeckt sie die Leiche einer jungen Frau, die augenscheinlich erwürgt worden ist. Auffällig sind ihre stark erweiterten Pupillen.
Recht bald ist klar, Dina hat sich nicht getäuscht - ein 13. Percht hat sich in die Untersberger Truppe gemischt. Ist er der Täter?
Und was ist mit der alten Frau, die dem Pfarrer eine Begegnung mit dem Teufel beichtet? Auch sie hat stark geweitete Pupillen. Gut, die kann bald als Täterin ausgeschlossen werden.
Gleichzeitig scheint es in Oberösterreich einen ähnlichen Fall zu geben. Nun müssen Dina Stassny und Chefinspektor Paul Materna vom LKA Linz wie schon in Salzburger Intrigen zusammenarbeiten.
Wird es gelingen, vor Weihnachten den oder die Täter zu entlarven?
Meine Meinung:
Wie schon in den früheren Krimi mit Dina Stassny (Salzburger Abgründe, Salzburger Intrigen) spielen lokale Eigenheiten und beste Zusammenarbeit zwischen den Dienststellen zweier Bundesländer eine wichtige Rolle.
Geschickt werden Spuren gelegt und wieder verworfen. Die Story ist komplex und scheint ein wenig verworren zu sein. Doch langsam entwirren die Ermittler die Fäden. Zudem hilft die Dinas Fähigkeit als Super-Recognizerin bei der Identifikation.
Der Schreibstil ist authentisch, denn die Autorin verwendet zahlreiche österreichische Ausdrücke. Aber, keine Angst, die werden in einem Glossar am Ende des Krimi aufgelistet und übersetzt. Sehr angenehm ist, dass auch die Dienstgrade der österreichischen Polizei - also AbteilungsinspektorIn, ChefinspektorIn etc. verwendet werden.
Neben den zielstrebigen Ermittlungen dürefen auch ein wenig Humor sowie lokale kulinarische Genüsse nicht fehlen.
Die Charaktere sind gut herausgearbeitet. Selbst der bisher missgünstiger Kollege hat sich ein wenig in die richtige Richtung entwickelt.
Der Krimi bleibt bis zu seinem Ende spannend und lässt sich sehr gut lesen.
Fazit:
Von dieser Fortsetzung habe ich mich gut unterhalten gefühlt, weshalb es 5 Sterne gibt.