schöner Sommerroman
Das Cover:Das Cover des Romans ist sehr passend zur Geschichte gestaltet. Es zeigt eine Illustration von zwei Personen, die jeweils einen Hund dabeihaben und gemeinsam an einem Fluss entlangspazieren. Vermutlich stellen sie die beiden Protagonisten dar. In der Luft sind außerdem kleine Herzen und Pfotenabdrücke zu sehen, was sofort eine romantische und gleichzeitig hundebezogene Atmosphäre vermittelt. Dadurch passt das Cover sehr gut zur Handlung des Buches und macht neugierig auf die Geschichte.Meine Meinung und das Fazit:Im Mittelpunkt steht Elena, die nach ihrer Scheidung eine schwierige Phase in ihrem Leben durchmacht. Gleichzeitig begegnet sie Liam, der ebenfalls mit Ereignissen aus seiner Vergangenheit zu kämpfen hat. Durch Trainerstunden für Elenas Hund kommen sich die beiden näher und verlieben sich schließlich ineinander.Elena hat mir als Protagonistin besonders gut gefallen. Sie wird als warmherzige, liebevolle Mutter dargestellt, die sich sehr um ihre Kinder kümmert. Gleichzeitig ist sie eine starke und unabhängige Frau, die versucht, ihr Leben nach der Scheidung neu zu ordnen. Auch Liam ist ein sympathischer Charakter, allerdings wirkt er zunächst etwas zurückhaltender. Obwohl man im Laufe der Geschichte mehr über seine Vergangenheit erfährt, fiel es mir etwas schwerer, seine Gefühle immer vollständig nachzuvollziehen.Neben den beiden Hauptfiguren haben mir auch einige Nebencharaktere gut gefallen. Besonders Elenas beste Freundin ist eine tolle Figur: Sie steht Elena unterstützend zur Seite, hört ihr zu und gibt ihr hilfreiche Ratschläge. Auch Elenas Kinder werden sehr unterschiedlich dargestellt, was sie realistisch und lebendig wirken lässt. Insgesamt sind die Charaktere gut ausgearbeitet, sodass man sich gut in sie hineinversetzen kann.Auch die beschriebenen Orte konnte ich mir beim Lesen sehr gut vorstellen. Die Atmosphäre eines sommerlichen Romans kommt dadurch gut zur Geltung und trägt dazu bei, dass die Geschichte leicht und angenehm zu lesen ist.Ein Punkt hat mich beim Lesen allerdings etwas gestört: die Perspektive. Elenas Kapitel werden aus der Ich-Perspektive erzählt, während alle anderen Figuren in der Er-Perspektive beschrieben werden. Zudem wechseln die Kapitel sehr häufig zwischen verschiedenen Figuren. Zuerst erzählt Elena aus ihrer Sicht, danach folgt zum Beispiel ein Kapitel aus der Perspektive ihrer besten Freundin, anschließend eines aus Liams Sicht und so weiter. Dadurch waren Elena und Liam nicht immer eindeutig als Hauptfiguren erkennbar, und der Perspektivwechsel wirkte teilweise etwas unruhig.Trotzdem konnte man der Handlung gut folgen und die Geschichte hat insgesamt Spaß gemacht. "Sitz, Platz, Liebe" ist ein unterhaltsamer Sommerroman mit sympathischen Figuren und einer romantischen Handlung - auch wenn der häufige Perspektivwechsel für mich etwas störend war.