Man musste das Beste hoffen. Man musste weitermachen, auch wenn das Leben nicht immer fair war. Man musste an die Möglichkeit solcher Tage wie heute glauben. Und man musste daran arbeiten, dass sie Wirklichkeit wurden. Sila ist elf Jahre alt und wartet seit Monaten, dass ihre Mutter aus ihrer alten Heimat, der Türkei, zurück nach Hause, in die Vereinigten Staaten, kommt. Aber das ist problematisch und so lebt die Familie mit dieser immensen Belastung. Doch dann ist da plötzlich Lottogewinner Gino, der stille Mitschüler Mateo und Elefantendame Veda. Und Silas Leben ist auf einmal ein anderes.Tragisch real ist Silas Leben von jetzt auf gleich ein anderes. Ihre Gefühle sind wirklich großartig beschrieben, nachvollziehbar und nachfühlbar, obwohl ich Sila vom Lesen her älter eingeschätzt hätte. Ihre Wut und Hilfslosigkeit, ihr Zurückziehen tut mir in der Seele weh, gerade auch als Mutter. Wir gut, dass es nun weitere Änderungen gibt. Auch von außen und doch würde alles anders sein, wenn Sila eine andere wäre, sie anders erzogen worden wäre. Und das Licht, das in Silas Welt plötzlich wieder eindringt, scheint auch auf andere.Obwohl als Kinder/Jugendbuch geschrieben, ich würde es ab frühestens 10 empfehlen, ist es auch ein großartiges Buch für Erwachsene. Ein lebensbejahendes Buch, welches Hoffnung gibt. Magie ist auch im realen Leben möglich, nur eben nicht mit einem Zauberstab, sondern vor allem durch ein mitfühlendes und akzeptierendes Miteinander. Diese so wichtige Aussage lässt sich im Buch immer stärker spüren und überstrahlt die gut gezeichneten Charaktere, die interessante Story und die leichte Lesbarkeit.Alles in allem ist es einfach ein herzerwärmendes Buch, was ich absolut jedem empfehlen würde.¿¿¿¿¿