
Hochschullehrende sehen sich heute mit zwei wesentlichen Herausforderungen konfrontiert: Einerseits gilt es, Studierende in großen, heterogenen Gruppen zu aktivieren, andererseits sind Präsenz-, Online- und Hybridformate didaktisch fundiert zu gestalten. Hinzu kommt der Umgang mit generativer Künstlicher Intelligenz in Lehre und Prüfung. Dieses praxisorientierte Standardwerk liefert dafür ein breites Repertoire erprobter Methoden. Es löst sich bewusst von schnell veraltenden Toollisten und vermittelt stattdessen zeitübergreifende didaktische Prinzipien.
Methoden für Aktivierung, Reflexion und Feedback werden jeweils mit analogen und digitalen Varianten beschrieben. Zudem werden konkrete Angaben zu Dauer, Gruppengröße, Räumlichkeiten und Material gemacht. Think-Pair-Share, Gruppenpuzzle, World-Café, Peer Instruction, One-Minute-Paper und Concept Map lassen sich so sofort umsetzen. Lerntheoretische und neurodidaktische Grundlagen untermauern die Empfehlungen und zeigen den Weg zu nachhaltigem, transferorientiertem Lernen.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den Herausforderungen der MINT-Lehre, auf Großgruppeninterventionen und auf der Diagnostik von Fehlvorstellungen. In der Neuauflage wird die Nutzung von generativer KI und Themen wie Prüfungsgestaltung, Fairness und Datenschutz juristisch wie ethisch eingeordnet. Mit Constructive Alignment, AVIVA- und ICAP-Modell, Prüfungsdidaktik und Motivationstheorien entsteht ein umfassender Methoden- und Reflexionskompass, der Lehrkräfte dabei unterstützt, Lehre aktivierend, kompetenzorientiert und rechtssicher zu gestalten.
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