Die Geschichte wird aus den Perspektiven von Ava und Miles jeweils aus der Ich-Perspektive erzählt/gesprochen. Das gefällt mir sehr gut, weil es mir dadurch einfacher gemacht wird, mich besser in die beiden Protagonisten hineinversetzen und ihre Gefühle und Handlungen zu fühlen und zu verstehen.
Was mir in dieser Geschichte gefallen hat, ist dass der Plott locker und simpel ist, sodass sich die Story auf die Charaktere stützt. Auch wenn es bei den Protagonisten keine spektakuläre Entwicklung gibt, macht es die Story für mich zu einer Wohlfühlgeschichte für Zwischendurch.
Ava ist eine unabhängige Frau mit klaren Vorstellungen vom Leben und sobald sie sich gedanklich auf etwas konkretes eingestellt hat, lässt sie nicht mehr davon ab. Erst dachte ich, dass sie engstirnig wäre, nur um gleich darauf eines besseren belehrt zu werden, da sie auch humorvoll sein kann, was im Hörbuch umso deutlicher wird und mir daher ganz besonders gefallen hat.
Ich konnte erkennen, dass sie eine kleine Veränderung während der Story gemacht hat, so ist sie nun offener, und das hat mir gut gefallen. Allerdings besitzt ihr Charakter wenig Tiefe, was sie sehr flach und oberflächlich stehen lässt.
Miles scheint zunächst kalt zu sein, aber je mehr man von ihm zu sehen/lesen/hören bekommt, verändert sich das Bild zu etwas positiven. Die Sprecherstimme fand ich persönlich nicht sehr hilfreich, weil sie mich regelrecht irritiert hat, aber das ist ein Me-Problem. Miles wird zwar im Laufe der Geschichte immer wieder auf seine Veränderung angesprochen, die ich aber so nicht erkenne, vielmehr war er meiner Meinung nach schon immer so. Er ist ein toller Charakter, aber meiner Meinung nach, besitzt er nicht so viel Tiefe, was hier aber perfekt zur Story gepasst hat und mir entsprechend auch gut gefallen hat.
Das Hörbuch wird gesprochen durch zwei Sprecher, Valentin Schütze und Lisa Martelli, also je eine männliche und weibliche Stimme. Beide Stimmen sind gut und leicht zu verstehen.
Die weibliche Stimme passt perfekt zu Ava und sie gefällt mir wirklich gut. Die Gefühle werden klar vermittelt und es gibt dieses leichte und humorvolle Zwinkern in der Stimme, das mich direkt abgeholt hat.
Bei der männlichen Stimme passt etwas für mich nicht ganz zusammen. Sie ist gut zu verstehen, aber mich irritiert die Stimme. Ob es an der Tonlage liegt oder schlicht und ergreifend daran, dass die Stimme mich nicht anspricht, was wirklich sehr schade ist, weil die Story gut ist, kann ich nicht klar in Worte formulieren.
Fazit:
Eine leichte, humorvolle Story für Zwischendurch ohne große Dramatik oder überspanntem Bogen.