Ein Schmugglerkrimi mit viel Lokalkolorit und einer sympathischen Ermittlerin. Ellen Engels begibt sich gemeinsam mit ihrer Nichte Macy auf Schmugglertouren und verschlungene Eifelpfade. Den Tod der Veranstalterin hatten sie nicht eingeplant und plötzlich beginnt Ellen wieder zu ermitteln. Auch Macy kann es nicht lassen, ist doch ihre Tante ihr großes Vorbild. Die Eifler sind eine eingeschworene Gemeinschaft, die ein ganz besonderer Menschenschlag ist. Vielen sind diese Schmuggelspiele ein Dorn im Auge, aber auch in der Familie der Toten liegt einiges im Argen und dann ist da auch noch die Vergangenheit, die die Beteiligten wieder einholt. Es gilt, ein kniffliges Personenkonstrukt zu entwirren, um das Motiv ans Licht zu bringen. Man bekommt sehr viel Eifelflair in diesem Buch und wenn das nicht Lust auf die nächste Wanderung macht, dann weiß ich es auch nicht. Im Dreiländereck Belgien, Luxemburg und Deutschland hat das Schmuggeln eine lange Tradition und somit erleben wir auch ein Stück Zeitgeschichte. Der Roman ist humorvoll geschrieben und wir begleiten in der Hauptsache die Protagonistin Ellen, die auch in einer Beziehung mit dem Kriminalbeamten Max steht. Neben dem Schmuggeln geht es auch um Vergangenheit, Familie, Erbschaft, Liebe und Drogen. Spannend konstruiert und locker-leicht zu lesen, schafft man den Kriminalroman innerhalb weniger Tage beziehungsweise Stunden. Ich mag es gern, wenn ich durch Romane oder Krimis meine nähere Umgebung noch einmal anders wahrnehmen kann. Es ist auch immer interessant zu sehen, was die Autorin oder den Autor inspiriert hat, wenn man die Schauplätze selbst aufsucht.