Kater gesucht, Verbrechen gefunden
Die pensionierte Kriminalhauptkommissarin Frederike Suttner ist verzweifelt, denn ihr Kater Hannelore ist seit Tagen verschwunden. Auf der Suche nach der Fellnase durchkämmt sie das ganze Dorf und sieht vermeintlich ihre Freundin Grete. Doch das kann ja eigentlich nicht sein, denn die Hebamme im Ruhestand befindet sich auf einer lang ersehnten Kreuzfahrt. Nach einem Tipp sucht sie auch den Bauernhof der kürzlich tödlich verunglückten Claudia auf, dort sollen sich eine Unmenge verwahrloster Tiere befunden haben. Ist Hannelore eventuell dort gefangen?Die Autorin Andrea Revers lässt uns in dem Roman hinter die Kulissen eines beschaulichen Ortes in der Eifel blicken. Doch ist hier eitel Sonnenschein? Nein, leider nicht, denn das Böse schreckt auch vor dem Landleben nicht zurück. In dem gelungenen Krimi-Plot hat die Autorin zwei Themen integriert, die ihr sehr wahrscheinlich auch persönlich am Herzen liegen. Da wäre zum einen der illegale Tierhandel, der besonders zur Coronazeit aufgeblüht ist, und dann das riesige Problem für werdende Mütter. Geburtsstationen werden auf dem Lande geschlossen, da ihr Betrieb leider nur aus dem wirtschaftlichen Aspekt betrachtet wird. Dazu kommt dann noch, dass der Beruf der Hebamme sich immer mehr Schwierigkeiten gegenübersteht, denn die Haftungsfragen und die Entlohnung machen ihn nicht besonders attraktiv. Die notwendigen Versicherungen können freie Hebammen fast nicht mehr bezahlen und die Alternative als Angestellte einer Geburtsstation..., siehe oben. Aber trotz, oder eventuell sogar wegen der ersten Hintergrundthemen, war der Roman für mich eine sehr unterhaltsame Lektüre. Tja, und sollte sich jemand fragen, warum ein Kater Hannelore heißt, im Roman gibt es die plausible Erklärung.