Viel verschenktes Potenzial trotz starkem Beginn
"Close to You" von Nissa Renzo ist ein Buch, das mich am Ende leider mit sehr gemischten Gefühlen zurücklässt. Daher ist mir die Rezension auch sehr schwer gefallen. Dabei war der Einstieg wirklich vielversprechend: Der Anfang war so emotional und aus Sicht der kleinen Milow erzählt, ich hab einfach direkt mit ihr mitgelitten. Auch die Szene auf der Feuerwache war so berührend. Nach der Leseprobe war mir klar, das wird sehr herzzerreißend und hochemotional, aber dann gab es einen Zeitsprung in der Geschichte von ca. 10 Jahren und ab da war leider alles dahin.Für mich hatte es nach dem besagten Zeitsprung große Schwächen in der Umsetzung. Das größte Problem des Romans ist die Struktur: Für mich gab es keinen wirklichen roten Faden. Die Autorin reißt zu viele verschiedene Baustellen gleichzeitig an, wodurch die Handlung völlig überladen wirkt. Anstatt sich auf die Kernkonflikte zu konzentrieren, werden immer wieder neue Probleme eingeworfen, die jedoch nicht gut ausgearbeitet oder aufgeklärt werden. Dadurch bleiben am Ende auch zu viele offene Fragen im Raum stehen, die den Lesefluss unbefriedigend abschließen.Auch emotional konnte mich die Geschichte auf Dauer nicht halten, da es ihr schlichtweg an Tiefe gefehlt hat. Die Charaktere blieben blass und eindimensional, sodass ich als Leserin keine echte Bindung zu ihnen aufbauen konnte. Es fühlt sich so an, als wäre hier unheimlich viel Potenzial verschenkt worden, da die Grundidee und die schweren, wichtigen Themen eigentlich eine packende Story versprochen hätten. Mir fehlte die Aufarbeitung für die Protagonisten mit ihren traumatischen Erlebnissen. Hier wurde eher alles zurückgehalten und verschwiegen, als sich mit den Themen auseinanderzusetzen. Psychologische Unterstützung für die Traumata scheint es auch nicht zu geben. Fehlende Kommunikation der "Geschwister" ist leider auch ein Thema, denn irgendwie wissen sie nichts von ihrer jeweiligen Vergangenheit und warum sie machen Sachen nicht können oder so machen wie sie sie machen. Das hat für mich leider auch überhaupt nicht gepasst, denn man stellt doch Fragen, besonders als Kind. Es gab aber auch ein paar Positive Punkte in der Geschichte, wie z.B. die Adoptiveltern, die Momente mit Mutter Iris waren wirklich sehr süß und endlich hatte Milow ein liebevolles zu Hause gefunden. Alle hielten zu ihr und halfen ihr, das sie es so leicht wie möglich hatte. Außerdem muss man den Zusammenhalt der Freundesclique positiv erwähnen, denn das war sehr Herzerwärmend wie alle zusammenhielten und keiner musste etwas alleine durchstehen, egal wie schwierig die Situation auch sein mochte. Auch Ash und Milow hatten süße Momente zusammen, das zaghafte annähern der beiden war wirklich süß. Ein Wichtiger Hinweisfür Leser*innen wäre vielleicht noch, dass es sich hierbei um keinen abgeschlossenen Band handelt. Das Buch lässt einen mit ungeklärten Dingen zurück. Zwar geht es im nächsten Teil der Reihe wohl weiter, aber im Vordergrund stehen dann wohl andere Protagonisten. Wie sich die offenen Fragen dann noch klären sollen, ist mir allerdings ein Rätsel. Wir sind in der Leserunde durch das Nachwort drauf gekommen das dass Buch noch weitergehen wird und die Geschichte wohl dort noch weiter aufgeklärt werden soll. Fazit:Ein starker Start, der leider in einem unstrukturierten Themen-Chaos versinkt. Für die schönen Nebenfiguren und das gelungene ersten Teil, gibt es noch eine 2 Sterne Bewertung - insgesamt aber leider eine Enttäuschung. Wer hier eine komplett runde, aufgelöste Geschichte erwartet, wird hier enttäuscht. Daher ist es nicht mein Buch oder meine Buchreihe. "Close to You" von Nissa Renzo ist ein Buch, das mich am Ende leider mit sehr gemischten Gefühlen zurücklässt. Daher ist mir die Rezension auch sehr schwer gefallen. Dabei war der Einstieg wirklich vielversprechend: Der Anfang war so emotional und aus Sicht der kleinen Milow erzählt, ich hab einfach direkt mit ihr mitgelitten. Auch die Szene auf der Feuerwache war so berührend. Nach der Leseprobe war mir klar, das wird sehr herzzerreißend und hochemotional, aber dann gab es einen Zeitsprung in der Geschichte von ca. 10 Jahren und ab da war leider alles dahin.Für mich hatte es nach dem besagten Zeitsprung große Schwächen in der Umsetzung.Das größte Problem des Romans ist die Struktur: Für mich gab es keinen wirklichen roten Faden. Die Autorin reißt zu viele verschiedene Baustellen gleichzeitig an, wodurch die Handlung völlig überladen wirkt. Anstatt sich auf die Kernkonflikte zu konzentrieren, werden immer wieder neue Probleme eingeworfen, die jedoch nicht gut ausgearbeitet oder aufgeklärt werden. Dadurch bleiben am Ende auch zu viele offene Fragen im Raum stehen, die den Lesefluss unbefriedigend abschließen.Auch emotional konnte mich die Geschichte auf Dauer nicht halten, da es ihr schlichtweg an Tiefe gefehlt hat. Die Charaktere blieben blass und eindimensional, sodass ich als Leserin keine echte Bindung zu ihnen aufbauen konnte. Es fühlt sich so an, als wäre hier unheimlich viel Potenzial verschenkt worden, da die Grundidee und die schweren, wichtigen Themen eigentlich eine packende Story versprochen hätten. Mir fehlte die Aufarbeitung für die Protagonisten mit ihren traumatischen Erlebnissen. Hier wurde eher alles zurückgehalten und verschwiegen, als sich mit den Themen auseinanderzusetzen. Psychologische Unterstützung für die Traumata scheint es auch nicht zu geben. Fehlende Kommunikation der "Geschwister" ist leider auch ein Thema, denn irgendwie wissen sie nichts von ihrer jeweiligen Vergangenheit und warum sie machen Sachen nicht können oder so machen wie sie sie machen. Das hat für mich leider auch überhaupt nicht gepasst, denn man stellt doch Fragen, besonders als Kind. Es gab aber auch ein paar Positive Punkte in der Geschichte, wie z.B. die Adoptiveltern, die Momente mit Mutter Iris waren wirklich sehr süß und endlich hatte Milow ein liebevolles zu Hause gefunden. Alle hielten zu ihr und halfen ihr, das sie es so leicht wie möglich hatte. Außerdem muss man den Zusammenhalt der Freundesclique positiv erwähnen, denn das war sehr Herzerwärmend wie alle zusammenhielten und keiner musste etwas alleine durchstehen, egal wie schwierig die Situation auch sein mochte. Auch Ash und Milow hatten süße Momente zusammen, das zaghafte annähern der beiden war wirklich süß. Ein Wichtiger Hinweis für Leser*innen wäre vielleicht noch, dass es sich hierbei um keinen abgeschlossenen Band handelt. Das Buch lässt einen mit ungeklärten Dingen zurück. Zwar geht es im nächsten Teil der Reihe wohl weiter, aber im Vordergrund stehen dann wohl andere Protagonisten. Wie sich die offenen Fragen dann noch klären sollen, ist mir allerdings ein Rätsel. Wir sind in der Leserunde durch das Nachwort drauf gekommen das dass Buch noch weitergehen wird und die Geschichte wohl dort noch weiter aufgeklärt werden soll. Fazit: Ein starker Start, der leider in einem unstrukturierten Themen-Chaos versinkt. Für die schönen Nebenfiguren und das gelungene ersten Teil, gibt es noch eine 2 Sterne Bewertung - insgesamt aber leider eine Enttäuschung. Wer hier eine komplett runde, aufgelöste Geschichte erwartet, wird hier enttäuscht. Daher ist es nicht mein Buch oder meine Buchreihe.