interessante Lesezeit, die mich richtig gut unterhalten hat
Könntest Du damit leben, wenn jemand anderes nach Deiner Amnesie darüber bestimmt, was Du aus Deiner Vergangenheit erfährst und wann das wie geschieht?Ich fände das ja echt doof und doch ist es genau das, was Molly Graham aus Once, Again, Always von Amanda Gayle passiert.Sie erwacht nach einem Unfall im Krankenhaus. Dabei fehlt ihr die Erinnerung an die letzten sechs Jahre ihres Lebens und wir bekommen dadurch eine interessante Geschichte. Also laut Lübbe genau genommen eine warmherziger Liebesroman über zweite Chancen, Identität, Vertrauen und den Mut, die Geschichte des eigenen Lebens neu zu schreiben.Ich für meinen Teil würde ja an Mollys Stelle Aster vermutlich mehr als einmal den Marsch blasen, dass meine Vergangenheit und wann ich diese wieder entdecke, etwas ist, worüber er nicht zu bestimmen hat. Auch wenn ich seine Intention und Ängste zu den möglichen Folgen durchaus verstehen kann.Manches dazu ist echt süß und ich finde es einfach nur herzschmelzend, wie die beiden da ihr Leben wieder entdecken. Manches ist natürlich emotional, da hier nicht nur eine rosa Wolke durch die Geschichte treibt, anderes heiß, aber auch leider an einigen Stellen etwas langatmig bzw. wiederholend. Jedoch immer alles charmant sowie unterhaltsam erzählt.Tatsächlich mag ich es, zusammen mit Molly die Erinnerungen an die verlorenen 6 Jahre wieder zu entdecken. Ich mag die Gefühlsachterbahn zwischen ihr und Aster und auch das Geplänkel zwischen den gesamten Figuren, den die beiden haben einen wirklich tollen Freundeskreis.Ich mag die angenehme Stimmung im Buch und die gewählte Sprache. Selbst wenn geschimpft wird, bleibt es irgendwie höflich und mit Niveau, was mal eine richtig klasse Abwechslung ist und zeigt, dass Sprache nicht immer beleidigend sein muss, wenn man böse ist.Ich mag wie bedächtig hier erzählt wird und Molly sich und ihre Liebe zu Aster wieder entdecktHach, ihr merkt vielleicht, ich hatte eine interessante Lesezeit, die mich richtig gut unterhalten hat.