
Eine renommierte Tanka-Dichterin, die mit ihrem Mann nach T ky zurückkehrt und das hochbegabte Einzelkind zum Studium der westlichen Malerei in Paris zurücklässt - es ist kein normales Mutter-Sohn-Verhältnis, das hier seziert wird. Und doch kann es stellvertretend für viele ähnliche Familienkonstellationen gelesen werden, in denen tiefe Seelenverwandtschaft mit leichter, ja allzu leichter Irritierbarkeit einhergeht.
Okamoto Kanoko versteht es in atmosphärisch dichter Weise, diese Sensibilität in der Phase der Trennung anschaulich zu machen. Sie schildert die Empfindungen einer Mutter, die sich ihres größten Schatzes beraubt sieht, die 'Wonnen des wehmütigen Grübelns über die Situation ihres Sohnes' und die Erkenntnis, auf Jahre hin - vielleicht auf immer - ohne ihn weiterleben zu müssen.
Es wurden noch keine Bewertungen abgegeben. Schreiben Sie die erste Bewertung zu "Mutter und Sohn" und helfen Sie damit anderen bei der Kaufentscheidung.