Mariah Stone entführt uns mit dem vierten Band, Eine Gouvernante für den Duke, aus der Reihe Sündhafte Lords mitten hinein in die bewegende Liebesgeschichte von Octavius und Temperance nach London ins Jahr 1814.
Die Geschichte wird abwechselnd aus der Perspektive von Octavius und Temperance erzählt.
Octavius, der Duke of Eccess, hatte nie ein echtes Vorbild. Deshalb fällt es ihm schwer, Gefühle zu transportieren oder selbst eine führende Rolle zu übernehmen, gerade was die Erziehung von Kindern angeht. Trotz dieser Unsicherheiten finde ich ihn sehr sympathisch.
Temperance hingegen überzeugt mit ihrer Klugheit, Bodenständigkeit und Entschlossenheit. Gleichzeitig fällt es ihr schwer, anderen ihr Vertrauen zu schenken.
Besonders gelungen ist die feinfühlige Entwicklung der Beziehung zwischen Octavius und Temperance. Die beiden kommen sich nach und nach näher, wahren jedoch eine gewisse Distanz.
Die Nebencharaktere bereichern die Geschichte. Vor allem James, Octavius Mündel, ist mir schnell ans Herz gewachsen. Zudem ist es schön, vertraute Charaktere aus den vorherigen Bänden wiederzutreffen, allen voran die Bruderschaft der Seven Dukes of Sin, die der Handlung zusätzliche Dynamik und Tiefe verleiht.
Mariah Stones Schreibstil ist sehr angenehm, flüssig und detailreich. Ihre bildhafte Sprache macht es leicht, in das historische Setting einzutauchen und mit den Protagonisten mitzufiebern.
Dieser historische Liebesroman ist in sich abgeschlossen und bietet eine wunderbare Mischung aus Romantik, Gefühl und einer Prise Thrill - absolut lesenswert!