Sooo... gut geschrieben! Ich liebe es!
Klappentext:Was passiert, wenn der Funke in dir sich entzündet?In Penterra, einem Königreich, in dem Drachen nur noch Legenden sind, verbirgt Tamsyn ein gefährliches Geheimnis: Obwohl sie alle Prügelstrafen für die Verfehlungen der Prinzessinnen auf sich nehmen muss, verheilen die Striemen unmenschlich schnell. Doch als man sie zwingt, für eine Prinzessin einzuspringen und den gefürchteten Krieger Fell zu heiraten, nimmt ihr Schicksal eine dramatische Wendung. Zwischen Fell und Tamsyn entfacht eine unerwartete Leidenschaft - und mit ihr eine uralte Magie.Meine Meinung:A Fire in the Sky von Sophie Jordan hat mich wirklich überrascht. Ich bin mit ganz anderen Erwartungen an die Geschichte herangegangen und habe etwas deutlich Klassischeres erwartet. Stattdessen bekommt man eine Fantasygeschichte, die sich ganz anders entwickelt als gedacht und genau das hat für mich den Reiz ausgemacht.Im Mittelpunkt steht Tamsyn, die am Hof zusammen mit den Prinzessinnen aufgewachsen ist. Nach außen wird sie wie eine Schwester behandelt, doch in Wahrheit ist sie das Prügelmädchen. Sie muss für die Fehler der Prinzessinnen geradestehen und trägt die Strafen an ihrer Stelle. Diese Ausgangssituation fand ich sofort spannend, weil sie zeigt, wie sehr Tamsyn geprägt wurde von ihrer Rolle. Sie ist loyal, angepasst und vorsichtig, aber man spürt von Anfang an, dass in ihr mehr steckt. Im Laufe der Geschichte kommt diese innere Stärke immer stärker zum Vorschein und genau diese Entwicklung hat mir sehr gefallen.Als sie gezwungen wird, für eine Prinzessin einzuspringen und den gefürchteten Grenslord Fell zu heiraten, nimmt die Handlung eine völlig neue Richtung. Fell fordert als Gegenleistung für seine Dienste eine Ehe mit einer Prinzessin und damit Zugang zum Königshaus. Dass er stattdessen Tamsyn bekommt, merkt er erst, als es zu spät ist. Seine Reaktion und die Situation zwischen den beiden fand ich sehr interessant, weil nichts daran einfach ist. Der Arranged Marriage Trope ist meiner Meinung nach ein sehr schwieriger Trope, aber die Autorin schafft es, die Beziehung langsam und glaubwürdig wachsen zu lassen.Besonders gut gefallen hat mir, wie behutsam sich die Gefühle zwischen Tamsyn und Fell entwickeln. Es gibt kein überstürztes Verlieben, sondern viele kleine Momente, Zweifel, Missverständnisse und vorsichtige Annäherungen. Genau dieses langsame Wachsen der Beziehung hat für mich den besonderen Reiz ausgemacht. Zwischen den beiden liegt spürbar etwas in der Luft und gleichzeitig hat man das Gefühl, dass beide Geheimnisse mit sich herumtragen.Die Reise in die Grenzlande hat mir ebenfalls sehr gefallen. Dort wird die Welt Stück für Stück größer. Man erfährt mehr über Panterra, über die verbotene Magie und über die Wesen, die es eigentlich nicht mehr geben sollte. Neben Drachen tauchen auch Hexen, eine Huldra und andere Kreaturen auf, von denen man zunächst nur Andeutungen bekommt. Vieles bleibt noch offen, aber genau das macht neugierig auf die nächsten Bände. Die Welt wirkt vielseitig und stimmig, von den prunkvollen Hallen des Schlosses bis zu den gefährlichen, magischen Orten im Wald.Dass es um Drachen geht, verraten Cover und Titel bereits, aber die Umsetzung hat mich trotzdem überrascht. Die Geschichte entwickelt sich immer dynamischer und besonders im letzten Teil nimmt die Handlung deutlich an Fahrt auf. Genau solche Geschichten liebe ich, wenn sie Erwartungen brechen und nicht dem typischen Romantasy Muster folgen.Emotional hat mich vor allem das Ende erreicht. Der Cliffhanger ist gemein, aber genau richtig, weil er sofort Lust auf mehr macht. Ich möchte unbedingt wissen, wie es mit Tamsyn weitergeht.Fazit:Für mich war A Fire in the Sky eine außergewöhnliche, spannende und emotionale Fantasygeschichte mit Drachen, Magie, Intrigen und einer Beziehung, die sich langsam und intensiv entwickelt. Ich werde auf jeden Fall weiterlesen.