Spannender historischer Mystery-Krimi
Das Leben von Frauen im Jahr 1882 war kein leichtes. Insbesondere nicht, wenn man mittellos war, da als Waise aufgewachsen. Charlotte Jäger arbeitet als Lehrerin in Deutschland und kann sich nur mühsam der unerwünschten Avancen des Schuldirektors erwehren. Mich regt immer die Scheinheiligkeit auf, in der Männer sich nach außen hin so gottgefällig gaben und im Inneren verdorben bis ins Mark ihre Machtpositionen ausnutzten. Die Behandlung der Kinder in Waisenhäusern ist ein trauriges Kapitel nicht nur der deutschen Geschichte.Ich bin froh, dass die Züchtigung der Schüler mit dem Rohrstock zu meiner Schulzeit nicht mehr erlaubt war ¿, aber wollte in der heutigen Zeit auch keine Lehrerin sein.Nur zu gern nimmt Charlotte das Angebot an, auf einem abgelegenen Gut bei Münster einen jungen Adeligen zu betreuen, kann sie so doch ihrem trostlosen Leben entfliehen. Doch der schöne Schein trügt, irgendetwas scheint auf Gut Valarin nicht zu stimmen.Ich wurde sofort in die unheimliche Stimmung eingesogen, "Das Gutshaus im Nebel" lässt mich herrlich gruseln und seltsame Dinge geschehen. Spukt es womöglich oder verliert Charlotte einfach nur den Verstand? Nächtliche Klopfgeräusche, verschlossene Tore und wird man wirklich unpässlich, weil das weibliche Gehirn nicht ausgelegt ist für die Nachrichten aus aller Welt? ¿Die Autorin nimmt mich mit auf eine Reise in die Vergangenheit und nein, früher war nicht alles besser.Wer auch gemeinsam mit Charlotte den Geheimnissen auf den Grund gehen möchte, dem kann ich "Das Gutshaus im Nebel" sehr gerne empfehlen, ich verspreche, am Ende lichtet sich der Nebel ¿.