Eine unterhaltsame historische Geschichte mit einer schönen Kulisse, die mich beim Thema Goldgräber jedoch nicht ganz überzeugen konnte.
Im England des Jahres 1861 verliebt sich die adlige Vivian in Ross, den Stallmeister ihres Vaters. Da ihre Liebe gesellschaftlich nicht akzeptiert wird, brennen die beiden durch und machen sich gemeinsam auf den Weg nach Kanada. Dort wollen sie sich dem Treck zu den Goldfeldern in British Columbia anschliessen und auf ein neues, freieres Leben hoffen. Während der Überfahrt lernen sie Colleen kennen, die ebenfalls vor ihren bisherigen Lebensumständen flieht. Doch schon bald müssen alle drei feststellen, dass der Traum vom grossen Glück in der neuen Welt nicht so einfach zu verwirklichen ist.Dieses Buch ist der erste Band der Dilogie "Kanadaträume". Besonders interessant fand ich die historische Kulisse und die Reise nach Kanada. Allerdings hätte ich mir deutlich mehr vom damaligen Pioniergeist und vom Leben der Goldgräber gewünscht. Stattdessen nimmt die Ballettkarriere der Protagonistin sehr viel Raum ein, wodurch sich die Geschichte für mich stellenweise etwas zäh entwickelte. Auch einige Wendungen wirkten mir zu zufällig passend und dadurch wenig glaubwürdig. Trotzdem liess sich die Geschichte insgesamt gut lesen und die verschiedenen Lebenswege der Figuren waren interessant zu verfolgen.Mein Fazit: Eine unterhaltsame historische Geschichte mit einer schönen Kulisse, die mich beim Thema Goldgräber jedoch nicht ganz überzeugen konnte. 4 Sterne.