Brielle bedeuten Märchen sehr viel, weshalb sie ihre Doktorarbeit über sie schreibt. Coben ist ebenfalls Doktorand und jemand, von dem Brielle sich fernhält. Doch als sie Geldprobleme bekommt, muss sie gemeinsam mit ihm ein Seminar leiten, wodurch die beiden immer mehr miteinander zu tun haben.
Brielle und Coben sind sehr unterschiedliche Protagonisten, was mir gefallen hat. Brielle ist eher in sich gekehrt, da sie etwas bedrückt und sie nur ihre Freundin an sich heranlässt. Als sie mit Coben um das Seminar konkurriert, muss sie aber aus sich herauskommen. Es ist schön gewesen zu sehen, wie sie sich im Verlauf der Geschichte verändert, doch das Ende macht diesen Fortschritt wieder kaputt. Coben ist extrovertiert, beliebt und zu gewissen Teilen auch arrogant. Er hat das Bedürfnis, immer der Beste in allem zu sein, was mit seiner Familie zu tun hat.
Die Handlung ist interessant und ich mochte es sehr, dass der Märchenaspekt eine große Rolle gespielt hat, da ich das so nicht erwartet hätte. Oxford als Setting ist gut und passt zu der etwas melancholischeren Stimmung der Geschichte. Es kommt auch eine Sportart vor, von der ich bisher in keinem Buch gelesen habe, was ich interessant fand. Ich muss aber sagen, dass für mich die Geschichte etwas zu lang gewesen ist und ich bin auch kein Fan von den zwei Dramen am Ende. Meiner Meinung nach hätte eins davon gereicht. Nach dem Ende weiß ich nicht, wie es mit Coben und Brielle weitergehen soll.
Der Schreibstil ist angenehm. Man kann leicht in die Geschichte eintauchen und die emotionalen Momente berühren einen. Auch die Umgebung und die Geschehnisse werden anschaulich beschrieben, sodass man sie sich gut vorstellen kann.
Ich kann das Buch empfehlen, wenn man eine Geschichte lesen möchte, die in Oxford spielt und in der die Protagonisten akademische Rivalen sind. Die Art und Weise, wie der Märchenaspekt eingebaut wurde, ist gelungen und das Ende macht einen neugierig auf die Fortsetzung.