Die Welt wird grösser, die Magie komplexer und das Gesamtbild immer spannender. Trotz kleiner Macken hat mich Valterre wieder fest im Griff.
¿: Neue Gilden, neue Magie, alte Prophezeiungen. Band 2 hat genau dort weitergemacht, wo mich diese Welt schon beim Auftakt für sich gewonnen hat.Das Worldbuilding war bereits in "The Dagger and the Flame" eines meiner Highlights. In "The Rebel and the Rose" wird die Welt von Valterre noch einmal grösser und das Magiesystem bekommt durch die neue Gilde und weitere Formen der Magie zusätzliche Ebenen. Dabei fand ich besonders gelungen, dass sich die neuen Elemente nicht wie nachträgliche Erweiterungen anfühlen, sondern vielmehr wie Puzzleteile, die plötzlich an ihren Platz fallen.Sera und Ransom schaffen es auch im zweiten Band, ordentlich für Spannung zu sorgen. Ihre Lovestory bleibt kompliziert, intensiv und interessant - auch wenn Sera meine Geduld zwischendurch etwas auf die Probe gestellt hat. Mehr als einmal dachte ich mir: "Nein, er hat dich NICHT schon wieder verlassen. Vertrau diesem Mann doch bitte einmal!" Dieses wiederkehrende Misstrauen hätte ich nicht ganz so oft gebraucht, obwohl es durch ihre unterschiedlichen Rollen innerhalb der Gilden durchaus nachvollziehbar ist.Womit ich ebenfalls meine Schwierigkeiten hatte, war die Brutalität. Dass es in dieser Welt düster und gefährlich zugeht, passt zur Geschichte, für eine Altersempfehlung ab 14 Jahren fand ich manche Szenen allerdings überraschend blutig und heftig.Abseits davon hat mich die magische Seite der Geschichte wieder komplett abgeholt. Je mehr wir über die Kräfte, die Vergangenheit und die immer grösser werdenden Zusammenhänge erfahren, desto faszinierender wurde diese Welt für mich.¿ Fazit: "The Rebel and the Rose" macht genau das, was ich mir von einem zweiten Band wünsche: Die bekannte Welt wird grösser, die Magie komplexer und das Gesamtbild immer spannender. Trotz der kleineren Macken hat mich Valterre wieder fest im Griff.Von mir gibt's ¿¿¿¿¿¿¿¿ - für faszinierendes Worldbuilding und eine Lovestory, bei der ich gelegentlich gerne persönlich Paartherapeutin gespielt hätte.