Nach seiner alltäglichen Teepause ist der Immobilienmakler Büsing tot. Die Todesursache stellt sich schnell als ein Giftmord heraus und die Ermittlungen richten sich natürlich zuerst auf Sarah, die ihm seinen Tee serviert hat. Da er aber grundsätzlich ein unausstehlicher Mensch war, gibt es noch mehr Verdächtige. Als Sarah sich dem Strickzirkel anschließt, hören die Nadeln auf zu klappern und alles dreht sich um den Mord. Geübt, wie die Mitglieder des Zirkels bei Mordermittlungen sind, wollen sie alles wissen und Sarah entlasten. Derk, Kriminalhauptkommissar a. D., ist der Vater der ermittelnden Kommissarin Pauline, die es nicht gern sieht, wenn der Strickzirkel die Nase in ihre Ermittlungen steckt. Trotzdem ist sie froh über die vielen Hinweise, die sie von da bekommt, die letztlich sehr hilfreich sind und es werden einige Geheimnisse aus der Vergangenheit aufgedeckt.
Es ist ein schöner, humorvoller Krimi in einem bezaubernden Ambiente mit sehr verschiedenen, authentisch dargestellten Charakteren.
Zusammen harmonieren sie wunderbar und Derk fühlt sich wie der Hahn im Korb. Seine Strickarbeiten gelingen mit etwas Hilfe inzwischen recht gut. Da er noch einen kleinen Enkel bekommen hat, kann er diesen bestricken. Er ist sehr agil und betreibt einen kleinen Gnadenhof auf seinem Grundstück. Außerdem ist er wegen Sefa im Strickklub. Diese wohnt in seiner Einliegerwohnung und die beiden verstehen sich sehr gut, vielleicht wird auch mehr daraus, was er sehr hofft.
Auch die anderen mit ihren jeweiligen Eigenschaften mag ich sehr. Und auch Gundas plattdüütsch ist sehr sympathisch.
Der Schreibstil ist locker und leicht, sodass man sich mitten in der Handlung mit ihrem norddeutschen Charme fühlt. Die bildhaften Beschreibungen der Umgebung lassen das raue Klima förmlich spüren, was das Leseerlebnis umso intensiver macht. Der Mix aus Gebäck, Tee und Wolle verleiht dem Krimi eine gemütliche Spannung.
Die Kapitel sind mit kleinen Wollknäulen versehen, was sehr schön ist.
Ebenfalls ist das Cover toll und passt zur Gegend, natürlich darf auch ein Schaf nicht fehlen. Vielleicht ist es der Neuzugang auf dem Gnadenhof.