Zunächst einmal passt das Cover gut in die Reihe der vorhergehenden Bände, man hat einen gewissen Wiedererkennungswert.Auch spielen immer wieder die gleichen Personen eine große Rolle, auch wenn man später einsteigt erfährt man in welchen Verhältnissen sie zueinander stehen. Man muss also nicht zwingend die Vorgängerbände gelesen haben, um dem roten Faden folgen zu können.In dieser Folge nun geht es um Ehrenmorde und wir reisen von der Schweiz in den Kosovo. Wir beginnen mit einem Mord, dem unweigerlich ein weiterer folgt. Bis fast zum Schluss ist unklar, welchen politischen oder auch kulturellen Verwicklungen die Morde unterliegen. Dabei bleibt die Spannung eines klassischen Kriminalromans leider auf der Strecke. Es liest sich fast eher wie ein Drehbuch zu einem Dokumentarfilm, welcher auch der Auslöser für die ganze Story an sich zu sein scheint. Inwiefern die Hintergründe recherchiert und realistisch sind kann ich persönlich nicht beurteilen, finde die Schlüsse die gezogen werden aber logisch. Am Ende bleibt der Leser etwas in der Luft hängend zurück, da es einen kleinen Cliffhanger gibt. Das mag ich persönlich auch nicht so gerne.Der Schreibstil dagegen ist wirklich gut und insgesamt möchte man schon wissen, wie die Auflösung ausschaut. Die Besonderheiten eines Regionalkrimis sind aufgrund der besonderen schweizerischen Ausdrucksweisen auf jeden Fall gegeben.