Kriminalhauptkommissarin Carla Stach kann es nicht glauben. In ihrem aktuellen Fall wurde eine junge Frau erdrosselt und alle Hinweise deuten auf einen Täter: Toni - ihren Sohn. Dieser ist seit den Geschehnissen auf der Flucht. Ist das tatsächlich ein Schuldeingeständnis? Selbstverständlich wird Carla vom Fall abgezogen. Trotzdem versucht sie Hinweise für seine Unschuld zu finden, denn trotz der Indizien fällt es ihr schwer, an Tonis Schuld zu glauben. Das erste Ziel bleibt jedoch, ihn zu finden, denn irgendwo in Brandenburg muss er stecken und braucht nicht nur einen Anwalt, sondern vor allem seine Mutter. "Gejagt durch Brandenburg" ist der vierte Fall um Kriminalhauptkommissarin Carla Stach. Ich kenne alle Bände und mag die Reihe sehr gerne. Der Klappentext verrät bereits, dass der neue Fall extrem persönlich für die Protagonistin ist. Brandes hat mal wieder gezeigt, dass er psychologisch bewandert ist, daher kann man die Beweggründe der Figuren, die Zerrissenheit einiger und die Befürchtungen andere sehr gut nachvollziehen. Der Fall ist spannend, regt zum Miträtseln an und ich war durchgängig auf die Auflösung gespannt. Mich haben in diesem spannenden Kriminalroman immer wieder Kleinigkeiten gestört, so dass ich trotz fesselnder Unterhaltung "nur" vier Sterne vergeben kann. Trotzdem ist es ein spannendes Familiendrama und Carla Stach ist auch hier wieder eine sehr interessante Protagonistin, die sich vom "Einheitsbrei" der Krimi-Ermittler abhebt. Fazit: In der B-Note gab es bei mir ein paar Abzüge. Trotzdem hat mich der Roman spannend unterhalten und ich hoffe, dass es noch mehr um und mit Carla Stach zu lesen geben wird.