Eine extrem düstere Militär-Dark-Romance mit den Tropes Enemies to Lovers, Forced Proximity, Broken Soldiers, Hate-to-Need, Found Family im
Das ganze Gerede um dieses Buch hat mich erst neugierig gemacht und ich wurde definitiv nicht enttäuscht. Aber eins vorweg: Das ist keine leichte Dark Romance. Das ist richtig dunkel. Militärisch, brutal, psychisch zerstörerisch. Unbedingt die Inhaltswarnungen lesen.Nell ist keine gebrochene Heldin, die gerettet werden muss. Sie ist selbst der Albtraum. Tödlich, perfekt ausgebildet, eine Killerin auf der Suche nach dem Verräter, der ihre Einheit ausgelöscht hat. Als sie in eine neue, ebenso tödliche Spezialeinheit versetzt wird, nimmt man sie dort nicht ernst. Codename: "Bunny". Ein schlechter Witz in einer Welt aus Blut und Krieg.Doch Nell kämpft nicht um Sympathie , sie kämpft um Respekt. Und sie bekommt ihn. Hart. Brutal. Ohne Kompromisse.Ihr Partner "Bones" hasst sie. Und dieses Hassen ist keine kleine Abneigung, sondern tief, roh und verletzend. Zwischen ihnen knistert nichts Zartes. Es brennt. Schmerzhaft. Zerstörerisch. Zwei gebrochene Soldaten, die nichts anderes kennen als Tod, Befehl und Schuld. Hoffnung auf ein normales Leben? Gibt es hier nicht. Nur Überleben.Die Spannung ist unfassbar hoch. Die Hintergrundgeschichte ist stark aufgebaut, düster und emotional schwer. Stück für Stück setzt sich das Bild zusammen und es trifft.Der Spice? Extrem. Teilweise eklig, blutig, verstörend. Sehr hart, manchmal abartig. Ehrlich gesagt: Für mich hätte es den expliziten Anteil nicht gebraucht. Die Geschichte allein hätte vollkommen getragen. Sie hat mich mitgerissen, angeekelt, schockiert und trotzdem blitzten immer wieder Momente von Weichheit auf. Verdrehte Zuneigung. Kaputte Nähe. Gefühle, die nicht existieren dürften und genau deshalb so intensiv sind.Ein paar kleine Logikfehler sind mir aufgefallen, aber sie haben das Gesamtbild nicht zerstört. Die emotionale Wucht überwiegt deutlich.Und das Ende?Damit habe ich nicht gerechnet. Es hat mich wirklich zu Tränen gerührt. Nach all der Härte, all der Hoffnungslosigkeit, trifft es noch einmal ganz anders. Ich war ehrlich begeistert.