Das Cover:Ich liebe ja den aktuellen Trend mit gezeichneten Charakteren auf dem Cover und so habe ich auch dieses Cover wieder gesehen und wunderschön gefunden. Meine Meinung:Nachdem ich Band eins und zwei der Off the Ice-Reihe schon gut fand und Bal Khabras Art zu schreiben mag, war klar dass ich auch Revolve sofort haben musste. Eine ehemalige Olympia-Eiskunstläuferin mit PTSD und ein suspendierter Hockey-Spieler, die zusammen auf dem Eis Paarlauf machen müssen? Sign me in.Und ich wurde nicht enttäuscht.Das Buch kann problemlos unabhängig gelesen werden. Man verpasst zwar einige Insider zu den Charakteren aus Band eins und zwei, aber die Geschichte funktioniert auch standalone. Allerdings macht es natürlich mehr Spaß, wenn man die anderen schon kennt.Die Geschichte folgt Sierra Romanova, einer ehemaligen olympischen Eiskunstläuferin, die nach einem schweren Sturz mit Panikattacken kämpft sobald sie die Eisfläche betritt. Jetzt, in ihrem letzten Jahr an der Dalton University, will sie ihr Comeback feiern. Das Problem: Sie braucht einen neuen Paarlauf-Partner. Dylan Donovan ist Hockeyspieler und wurde wegen eines positiven Drogentests vom Team geschmissen. Seine NHL-Träume sind quasi tot. Aber Dylan liebt das Eis über alles, und wenn Hockey verboten ist, dann eben Eiskunstlauf. Als Sierra verzweifelt einen Partner sucht, ist ausgerechnet Dylan der einzige der ihre Skills matchen kann. Blöd nur, dass er ihr auf die Nerven geht und keinerlei Rücksicht auf sie nimmt.Sierra ist eine starke Protagonistin, die mit echten Traumata kämpft. Ihre PTSD nach dem Sturz ist authentisch geschrieben und man spürt ihre Angst jedes Mal wenn sie aufs Eis muss. Gleichzeitig ist sie eine Kämpferin, die nicht aufgibt. Ihre Entwicklung war schön zu verfolgen und ich konnte ihre Ängste absolut nachvollziehen.Dylan wirkt anfangs wie der typische rücksichtslose Bad Boy, aber schnell merkt man dass viel mehr dahintersteckt. Er hat eine schwierige Beziehung zu seinem Vater, liebt seine türkische Mutter über alles und glaubt nicht an gesunde Beziehungen. Unter seiner coolen Fassade ist er verletzlich und unsicher. Die Chemie zwischen ihm und Sierra ist elektrisierend. Ihre ständigen Sticheleien und Streits haben so viel Spannung, dass es fast knistert. Auf dem Eis funktionieren sie perfekt zusammen, aber außerhalb wird es kompliziert.Was das Buch besonders macht, ist definitiv die Art wie Bal Khabra mentale Gesundheit behandelt. Sowohl Sierra als auch Dylan haben ihre eigenen Kämpfe und beide helfen sich gegenseitig zu heilen. Es ist nicht einfach nur eine süße Romance, sondern eine Geschichte über zwei Menschen die lernen ihre Masken fallen zu lassen und sich so zu zeigen wie sie wirklich sind. Die Found Family-Atmosphäre an der Dalton University mit all den Nebencharakteren aus den vorherigen Bänden war herzerwärmend. Besonders Kian hat mich zum Lachen gebracht.Der Schreibstil ist wie gewohnt flüssig und emotional packend. Ich habe das Buch fast in einem Rutsch durchgelesen. Die Balance zwischen den Eiskunstlauf-Szenen, den romantischen Momenten und den tieferen emotionalen Gesprächen stimmt perfekt.Mein Fazit:Eine emotionale und intensive Sports Romance mit zwei verletzten Charakteren, die sich gegenseitig helfen zu heilen. Die Eiskunstlauf-Szenen sind wunderschön beschrieben, die Spannung zwischen Sierra und Dylan greifbar und die emotionale Tiefe genau richtig. Definitiv mein Lieblingsband der Reihe bisher. Wer Enemies-to-Lovers, Forced Proximity und Mental Health Representation mag, wird hier absolut glücklich.