Der Klappentext hat mich extrem angesprochen und so war mir klar, dass ich dieses Buch lesen muss. Der Einstieg ist mir super leicht gefallen und ich flog nur so durch die Seiten. Aber dann fing es an sich etwas zu ziehen und die Luft entwich immer mehr. Irgendwann ging vor allem Maggie mir auf die Nerven und es plätscherte mehr vor sich hin, als dass es sich wie ein Thriller angefühlt hat. Was mir richtig gut gefallen hat, ist die ungewöhnliche Reihenfolge der Ereignisse. Man startet quasi am Ende, nachdem Giselle über Bord gegangen ist und geht von da an in den Ereignissen rückwärts. Klingt im ersten Moment kompliziert, aber es ist richtig gut gemacht. Zwischendurch gibt es noch Zeitungsartikel und Ähnliches.Parallel dazu hat die Autorin immer wieder Briefe von Giselles Mutter eingebaut, die wiederum von der Vergangenheit in die Zukunft erzählt werden. Respekt an die Autorin, dass sie sich dieses Zeitkonzept ausgedacht und durchgezogen hat. Sowas liest man sehr selten bzw. fällt mir gerade kein anderes Buch ein, in dem so mit der Zeit gespielt wird. Dadurch, dass es rückwärts erzählt wird, geht das Thrillergefühl aber etwas verloren, denn die Mädels sind ja auf dem Schiff um Party, fernab von Erziehungsberechtigten zu machen. Dabei darf natürlich die ein oder andere Schandtat (gefälschte Ausweise z.B.) nicht fehlen. Dennoch ist es interessant, wie sich alles zusammenfügt. Was mir persönlich nicht gefallen hat, ist ein Plottwist am Ende, den ich hier natürlich nicht verraten werde. Aber der war schon sehr cringe und irgendwie an den Haaren herbei gezogen.Eine spannende Geschichte für 14 jährige ist es auf jeden Fall, aber als Erwachsener sollte man jetzt keinen krassen Psychothriller erwarten. Es ist der Altersangabe angemessen und kann durchaus künftige Thrillerleser hervorbringen.