Bei Marie und Léonie einzukehren ist wie ein Nachhausekommen
Ein vermögendes Paar aus Paris hat ein altes Anwesen oberhalb von Saint André du Périgord gekauft und ist fleißig dabei, es zu renovieren. Marie hat die junge und schwangere Frau bereits beim Einkaufen und auf der Hundewiese kennengelernt und fand sie sympathisch.Im Familienkreis kündigen sich Veränderungen an. Georges hat um ein Festmahl gebeten, ohne jemanden darüber zu informieren, was er plant. Großtante Léonie ist natürlich begeistert, sich so richtig am Herd austoben zu können, hat aber dennoch Marie um ihre Mithilfe gebeten. Schon kurz vor Beginn der Kochorgie wird Marie jedoch zu einer Unfallstelle gerufen, die sich hinterher als Mord entpuppt. Die junge Pariserin ist aus dem Fenster gestürzt und es stellt sich heraus, dass jemand nachgeholfen hat. Zwar kann das Baby noch gerettet werden, die junge Mutter stirbt aber kurz darauf im Krankenhaus.Es stellt sich heraus, dass die Meinung im Dorf über die neuen Mitbürger geteilt war. Während einige den Ausverkauf ihres Dorfes befürchten, ärgert sich ein Landwirt darüber, dass er nun nicht mehr die brachliegenden und zur Chartreuse gehörenden Flächen benutzen kann. Andere freuen sich über die Investitionen an dem maroden Haus, das bald wieder zu einem Schmuckstück werden sollte. Aber nun stoppt der Mord zunächst einmal alle Arbeiten.Julie Dubois ist mit diesem Krimi ein würdiger Nachfolger für die Vorgängerbände gelungen. Lange glaubt der Leser, schon früh auf die richtige Spur gesetzt zu sein, dann aber ändert ein weiterer Todesfall alles.Im Privaten erleben wir ein herzergreifendes Fest, das schon lange hätte stattfinden sollen. Und das scheint das ganze Dorf so zu sehen, wie die Resonanz der Nachbarn und Freunde zeigt.Natürlich kommt die Küche nicht zu kurz, tatsächlich konzentriert sich die Autorin mit ihren Gerichten auf regionale Spezialitäten und das lässt einen ins Schwärmen kommen.Marie und Michel sind ein Paar wir füreinander geschaffen, das Ende des Buches lässt auf spannende und schöne Entwicklungen im nächsten Band hoffen.