"Aber vielleicht ist das die Krux. Vielleicht muss ich mich noch ein letztes Mal umdrehen und mich kurz ausruhen, ehe ich weitergehen kann."Ein Neustart in Köln, eine neue Liebe und ein altes Trauma, das Maya versucht durch Sport zu unterdrücken. Am Ende vergeht kaum ein Tag ohne ein mehrstündiges Workout.Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt, einmal aus Mayas Sicht und einmal aus der von Linus als Gegenpart. Zusätzlich bekommt man durch Rückblenden tiefere Einblicke in Mayas Vergangenheit.Das ist keine leichte Lektüre, sondern eine ehrliche Geschichte, die sich mit den psychischen Abgründen nach einem Trauma und der Flucht davor beschäftigt. Nichts wird romantisiert. Alles wird sehr direkt dargestellt und verleiht dem Buch dadurch eine entsprechende Schwere. Ich muss sagen, ich habe mich mit Maya als Charakter teilweise schwergetan, weil sie ihre Probleme auch oft auf andere Menschen projiziert hat. In Bezug auf ihr Trauma ergibt das jedoch durchaus Sinn.Eine Geschichte, in der sich einige von uns mit Sicherheit wiederfinden werden. Sie regt dazu an, über das eigene Leben nachzudenken und vielleicht nicht vor den eigenen Problemen davonzulaufen. Alte Gedanken holen einen irgendwann immer wieder ein.3,5 Sterne