Emotionen, Lügen und ein Plot Twist!
Cadence Sinclair hat die perfekte Familie: Sie sehen immer gut aus, sind immer kontrolliert und haben Geld. So viel Geld, dass sie die Sommer gemeinsam auf einer Privatinsel verbringen, in dem jede Tante mit ihrer Familie ein Haus bewohnt. Cadence freut sich das ganze Jahr auf die Sommer mit ihren Cousins und Cousinen (und Gat, einem Freund der Familie). Als eines Sommers eine Tragödie passiert, die Cadence ihr Gedächtnis verlieren lässt, bröckelt die Fassade der perfekten Sinclairs. Der Schreibstil ist ein bisschen ungewöhnlich, teilweise fühlt es sich die Poetry an. Trotzdem trägt er durch die Geschichte und macht neugierig. Beschrieben werden die Sommer auf der Insel, nach dem Alter von Cadence (Sommer fünfzehn, Sommer sechzehn) das war für mich zu Beginn ein bisschen verwirrend, aber wenn man einmal verstanden hat, ist es durchaus sinnvoll. Der Beginn der Geschichte ist auch ein bisschen langatmig, es wird viel aus den Sommern wiederholt.Die Dynamik der Figuren hat mir sehr gefallen, die Kinder auf der einen Seite und die erwachsenen auf der anderen. Man erkennt die Entwicklungen und wie jeder Sommer anders wird. Langsam entdecken die Kinder die Fassade, die von den Erwachsenen aufrecht erhalten wird und merken, dass das Leben nicht so perfekt ist. Der Unfall von Cadence wird umfassend thematisiert und als Leser kann man sich selbst eine Geschichte spinnen, wie es dazu gekommen ist. Die Auflösung am Ende ist wirklich überraschend und ich will auf keinen Fall etwas verraten: Jeder sollte sich sein eigenes Bild machen. So viel kann ich sagen: Ich würde es noch einmal lesen, um die Zeichen zu finden. Das Ende nimmt richtig Fahrt auf und ich bin in Gedanken alles nochmal durchgegangen. Das kam sehr überraschend und wirklich gut gemacht!