Das Buch "Flesh and Fire" ist der zweite Teil von Jennifer L. Armentrouts "Liebe kennt keine Grenzen" Reihe und knüpft unmittelbar an das Ende von Band eins an. Für Poppy bricht eine Welt zusammen, als sich ihr der dunkle Prinz offenbart hat und seine ganz eigenen Pläne mit ihr verfolgt.Der Schreibstil der Autorin hat mir wieder sehr gefallen. Er ist flüssig und sorgt dafür, dass man ohne Probleme in die doch etwas komplexe Welt eintaucht und schnell von der Geschichte vereinnahmt wird. Ich mochte die Abwechslung sehr, denn im Buch gibt es sowohl Spannung, als auch Emotionen und leidenschaftliche Dynamik sowie einige interessante Twists, die man so vielleicht nicht hat kommen sehen. Sehr gut gefiel mir auch die Fülle an Hintergrundinformationen über Atlantis, die Götter, die Augestiegenen und vieles mehr, die gut in die Handlung integriert wurden. Trotz der Vielzahl an Details fühlte man sich nicht erschlagen, vielmehr gewinnt die Welt an Tiefe und Struktur, was das Gesamtbild einfach sehr gut abrundete.Die Charaktere in der Story gefielen mir ebenfalls sehr gut. Neben den bekannten, die man zum Teil noch näher kennenlernte, kamen auch einige neue Charaktere hinzu, gerade in Bezug auf die Atlantianer und die Wölfischen. Im Fokus der Story stehen weiterhin klar Poppy und auch der Prinz von Atlantier Casteel. Poppy mochte ich in Band eins schon sehr gerne und hier hat sie eine beachtliche Entwicklung hingelegt. Sie wächst immer mehr über sich hinaus, legt den Schleier der "Jungfräulichen" Stück für Stück ab und entwickelt sich zu einer starken, mutigen und selbstbestimmten Frau, während sich zugleich ihre Gabe weiter entfaltet. Ihre innere Stärke wird immer greifbarer und machte sie zu einer beeindruckenden Protagonistin. Aber auch in Casteel hat in dieser Geschichte eine nicht unwesentliche Rolle. Durch Einblicke in seine Vergangenheit und auch in seine inneren Konflikte lernt man ihn besser kennen und versteht auch seine Beweggründe besser, selbst wenn sein Verrat weiterhin zwischen ihm und Poppy steht. Aber gerade diese Spannung macht die Beziehung der beiden so vielschichtig. Zwischen Misstrauen und verletzten Gefühlen spürt man dennoch die intensiven Gefühle und das Verlangen der beiden, was sie miteinander verbindet.Mir hat "Flesh and Fire" insgesamt sehr gut gefallen. Ich mochte vor allem die Entwicklung von Poppy und auch ihre starke Verbindung zu Casteel, auch wenn sie ihn öfters verfluchte. Mir gefielen die Spannungen zwischen den beiden aber auch die Entwicklung der Story sehr. Ich vergebe daher fünf Sterne und bin gespannt, wie die Reihe weitergeht.