Mit jedem Band wächst diese Reihe für mich ein Stück weiter über das hinaus, was ich anfangs erwartet hatte. Inzwischen lese ich Lady Trents Memoiren längst nicht mehr nur wegen der Drachen, sondern wegen der Welt, die Marie Brennan erschaffen hat, und wegen Isabella selbst.
Die Reise an Bord der Basilisk führt durch Meere, Inselwelten und Kulturen, die sich alle unterschiedlich anfühlen und doch wie Teile eines großen Ganzen wirken. Besonders gefällt mir, dass Drachen hier keine mystischen Wesen sind, sondern wie echte Tiere erforscht werden. Jede neue Art fügt sich glaubhaft in ihren Lebensraum ein und macht die Welt noch greifbarer.
Auch Isabella hat mich diesmal besonders überzeugt. Sie wirkt erfahrener, übernimmt Verantwortung mit einer neuen Selbstverständlichkeit und gleichzeitig bekommt ihre Beziehung zu ihrem Sohn deutlich mehr Raum. Diese ruhigeren Momente haben mir fast ebenso viel bedeutet wie die Expeditionen selbst.
Der Roman nimmt sich Zeit für seine Welt und seine Ideen. Für mich lag der Reiz weniger in ständiger Action als in den vielen Entdeckungen, den wissenschaftlichen Überlegungen und den kleinen Puzzleteilen, aus denen sich langsam ein größeres Bild zusammensetzt.
Bislang ist das mein Lieblingsband der Reihe und ich freue mich jetzt schon darauf, Lady Trent auf ihrer nächsten Expedition zu begleiten.