Entsetzt rammte Bud Singleton den Fuß auf das Bremspedal. Der Wagen stellte sich auf der überschwemmten Straße quer. Das Motorengeräusch erstarb. Nur noch das Heulen des Sturms und das Prasseln des Regens erfüllten die Nacht.
Mit einem tiefen Seufzer der Erleichterung stellte Bud fest, dass die Windschutzscheibe noch heil und auch sonst nichts weiter passiert war. Doch der Schock steckte ihm noch tief in den Gliedern. So hatte er sich seine Ankunft auf Sherbrook Manor, dem verrufenen schottischen Geisterschloss, nicht vorgestellt. Der Himmel mochte wissen, wie weit es noch bis zum Schloss war. Er hatte in dem mitternächtlichen Unwetter auf der stockdunklen Landstraße völlig die Orientierung verloren.
Da erblickte er die Frau! Sie geriet für Sekunden in die Scheinwerferkegel, das Haar durch den Regen an den Kopf geklebt, das dünne Kleid durchweicht, den Mund zu einem unhörbaren Schrei des Grauens aufgerissen, die Augen starr und riesengroß in dem bleichen Gesicht.
Im nächsten Moment war sie in der Finsternis wieder verschwunden. Und die Wut des Orkans steigerte sich . . .

Als Unbekannte in Chattenham House einbrechen, suchen sie nichts von Wert - kein Silber, keine Juwelen. Ihr Ziel ist ein menschlicher Schädel, verborgen hinter einer Wand. Kaum wird die gläserne Urne aus ihrem Versteck geborgen, durchschneidet ein entsetzlicher Schrei die Nacht. Lady Dorcas Chattenham weiß, was das bedeutet: Der Kopf der Lady Agnes ist fort. Seit Jahrhunderten hält ihr abgetrennter Schädel den Frieden des Hauses aufrecht - und straft jeden, der ihn entfernt, mit unheilvollem Spuk. Lady Eliza Fitzgibbon und Professor Harker werden damit beauftragt, den Schädel zurückzubringen. Doch je weiter ihre Nachforschungen sie führen, desto deutlicher zeigt sich, dass der Raub Folgen hat, die weit über ein altes Herrenhaus hinausreichen . . .











