Ihr strahlendes Lächeln wärmte sein Herz. Es war erst vier Wochen her, seit er eine heiße Nacht mit Doña Elena Fuentes verbracht hatte. Sie besaß das vornehmste Bordell in der Grenzstadt El Paso, und sie war verrückt nach ihm, seit er sie vor ein paar Jahren von ihrem brutalen Ehemann befreit hatte, der ein Bandit und Mörder gewesen war. Als sie ihn in der großen Empfangshalle ihre Bordells begrüßte, küsste sie ihn hemmungslos.

Er sah die Augen einiger wartenden Männer auf sich gerichtet, aus denen der blanke Neid sprach. Im nächsten Augenblick zog Elena ihn schon zur Treppe, die hinauf in ihre Privaträume führte.
Lassiter 2806
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Die schwarze Witwe von Rawlins traf mit dem Fünf-Uhr-Zug aus Cheyenne ein. Sie stieg in einem schmalen, hochgeschlossenen Kleid aus dem Zug, nahm ihr Gepäck vom Schaffner entgegen und steuerte zügigen Schrittes auf William Price zu. Sie war hübscher, als Price zu hoffen gewagt hatte.


"Mr. Price?" Unter dem dunklen Schleier verbarg sich ein Lächeln. "Hatten Sie mir telegraphiert?"


"So ist es, Ma'am." Price nickte stolz. Das Zeitungsinserat hatte sich mehr als bezahlt gemacht. "Ich bringe Sie hinauf zur Ranch. Für Sie steht ein Zimmer nebst gutem Abendessen bereit."


"Wie überaus freundlich." Helen Rathbone hielt ihm die Hand entgegen. "Ich kann es kaum erwarten, die Ranch zu sehen." Höflich bückte sich Price für einen Handkuss. Noch ahnte er nicht, dass er dem Teufel selbst die Hand küsste . . .


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