BARFUSS DURCH HIROSHIMA ist eine autobiographische Erzählung. Der sechsjährige Gen - Alter Ego des Autoren Keiji Nakazawa - lebt mit seiner Familie im japanischen Hiroshima. Beim Abwurf der Atombombe auf seine Heimatstadt am 6. August 1945 sterben sein Vater, sein kleiner Bruder und seine Schwester, er uns seine hochschwangere Mutter überleben wie durch ein Wunder. Eindringlich in Worten und Bildern schildert Nakazawa sowohl persönliche als auch politische Geschehnisse vor dem Inferno, dann das Überleben und Sterben in der zerstörten Stadt. Er prangert in seiner Schilderung nicht nur die Ausmaße der nuklearen Katastrophe an, sondern kritisiert das System des kaiserlich geschützten Militarismus und zeigt auf, was es im damaligen Japan für die Bevölkerung bedeutete, unterdrückt und zu einem fanatischen Nationalsozialismus gepresst zu werden. Ausgezeichnet 2006 auf dem Comic-Salon Erlangen mit dem »Max-und-Moritz-Preis« als »Bester Manga«.
Pressestimmen zu BARFUSS DURCH HIROSHIMA:
»Ein Werk von unschätzbarem Wert: Es erteilt erschütternde Lektionen in Geschichte, Menschlichkeit und Mitgefühl. « (PUBLISHERS WEEKLY) »Die Bilder, die hier Nakazawa gelingen, gehören zu dem Eindruckvollsten, was je in Comics gezeichnet wurde. « (Martin Zeyn, DIE TAGESZEITUNG) »Einer der bedeutendsten Manga-Zeichner unserer Zeit. « (Christian Schlüter, FRANKFURTER RUNDSCHAU)
Barfuß durch Hiroshima 04. Hoffnung
(17Bewertungen)15
Buch (kartoniert)
15,00 €

Hiroshima, zwei Jahre nach der Bombe: Die Stadt ist ein Trümmerfeld, und zwischen den Ruinen wächst der erste Weizen.

Band 4 der Manga-Autobiografie begleitet Gen durch die Jahre 1945 bis 1947. Japan steht unter amerikanischer Besatzung, auf dem Schwarzmarkt kämpfen Yakuza-Banden um Einfluss, und immer noch sterben Menschen qualvoll an den Folgen der radioaktiven Strahlung. Gen und seine Mutter organisieren Essen, Wasser, ein Dach über dem Kopf. Gleichgültigkeit und Hilfsbereitschaft begegnen ihnen oft am selben Tag. Keiji Nakazawa erzählt seine eigene Kindheit, ohne zu beschönigen: Waisenkinder in Erdlöchern, Hunger, Narben, die niemand sehen will. Dazwischen: kleine Momente von Wärme, Frechheit und Trotz. Der schlichte Schwarz-weiß-Strich im Stil der frühen 1970er-Jahre-Manga gibt dem Schrecken eine unaufgeregte Direktheit, die stärker wirkt als jede Dramatisierung. Mit diesem Band findet Gens Geschichte ihren Abschluss - und am Ende steht die Hoffnung.

Klar und schonungslos gezeichnet: Der schlichte Schwarz-weiß-Strich der 1970er Jahre mit runden Kindergesichtern lässt den Schrecken umso härter wirken.
Erlebt, nicht recherchiert: Keiji Nakazawa hat den Abwurf selbst überlebt - was er zeichnet, hat er erlebt.
Abschluss der vierteiligen Ausgabe: Der Band rundet Gens Geschichte ab und funktioniert dank knapper Einordnung auch für Neueinsteiger.
Preisgekrönt und prägend: 2006 mit dem Max-und-Moritz-Preis als bester Manga ausgezeichnet, in zahlreiche Sprachen übersetzt und Vorlage für Animationsfilme.
Ruhiges, eindringliches Erzähltempo: Nakazawa wechselt zwischen dokumentarischer Genauigkeit und persönlichen Momenten - das macht den Band auch für Manga-Einsteiger zugänglich.

Empfohlen ab 14 Jahren: der bewegende Schlussband einer preisgekrönten Manga-Autobiografie über die Nachkriegszeit in Japan, menschlich, direkt und historisch genau.

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