
Der Umgang mit der Partei »Alternative für Deutschland« (AfD) in den Medien ist ein öffentlich viel diskutiertes Thema. Paul Bey analysiert erstmals die Positionen bürgerlich-liberaler Leitmedien zum Aufstieg der AfD am Beispiel der Zeitungen »Der Spiegel« und »Die Zeit« zwischen 2013 und 2017. Mit kritischen Bezug auf extremismustheoretische Narrative beider Zeitungen zeigt er, wie die Entwicklung der Partei zum völkischen Nationalismus lange verkannt und ihre Wahlerfolge als Ausdruck von Sorge und Protest bewertet wurden. Die aufgezeigten Perspektiven sind insbesondere für diejenigen interessant, die sich in gegenwärtige Auseinandersetzungen mit autoritärer Politik einmischen.
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