Die Autorin Martina Straten war mir bisher unbekannt, der Buchtitel verleitete mich dazu, mir den Klappentext näher anzusehen und es war genau ein einziges Wort, das mich so sehr faszinierte, dass ich Böses Blut unbedingt lesen wollte: "Blutleer"! Ich konnte mir so gar nichts darunter vorstellen und wollte nun unbedingt wissen, was sich dahinter verbirgt - und ich sag Euch, das ist in der Tat eine WAHNSINNIGE Story! Es fällt mir verdammt schwer, für dieses Buch eine Rezension zu schreiben, es ist einfach gigantisch gut, aber ich will ja nicht spoilern. Uns begegnen einige Charaktere, zunächst einmal die Hauptperson und FALLANALYTIKERIN Charlotte Sandberg, die sich in den Wechseljahren befindet und deren 14jährige Tochter Emma, ein Trennungskind, sie manchmal in den Wahnsinn treibt. Wir lernen Christa und ihren Sohn Kenny kennen, die die Attribute arm, adipös und anders verkörpern. Ihnen gegenübergestellt wird uns die reiche Familie von Saalfeld samt ihrer Perfektion und Schönheit präsentiert. Aus diesen Elementen hat Martina Straten einen großartigenThriller entwickelt. Der Schreibstil und die Art der Autorin Spannung und Gefühle auszudrücken, hat mich total mitgenommen. Einmal bin ich sogar in Tränen ausgebrochen. Aber auch all die Geschichten und die Vergangenheit, die hinter diesen Menschen liegen, haben mich schwer beeindruckt. Manchmal ist es mir schwergefallen zu urteilen: Empfinde ich Mitgefühl, Mitleid, Wut oder Hass? Ich war da zum Teil hin- und hergerissen. So viel Grausamkeit auf der einen Seite und so viel Herz und Wärme auf der anderen Seite. Selbst das Nachwort der Autorin ist herzerwärmend! Man kann das Buch einfach nicht weglegen, es reißt einen förmlich mit sich, obwohl man tatsächlich früh erkennt, wohin der Weg führt. Böses Blut konnte mich voll und ganz überzeugen und ich bin schon wahnsinnig gespannt auf die Fortsetzung, wie es wohl mit Charlotte und ihrer Familie weitergehen wird...