Wissenschaft, Abenteuerlust und historische Perspektive auf geschickte Weise miteinander verbunden.
Schon als Kind begeistert sich Isabella für Naturwissenschaften, besonders für Drachen. Als sie heiratsfähig wird, hat sie das Glück, Jacob Camherst für sich zu gewinnen, der ihre Interessen teilt und ihr eine Forschungsexpedition nach Drustanev ermöglicht. Dort entdecken und erforschen die Reisenden nicht nur Drachen, sondern geraten auch in allerlei Gefahren.In diesem ersten Band ihrer Memoiren blickt Isabella als alte, anerkannte Expertin für Drachen auf ihre frühen Jahre zurück. Die Geschichte verbindet Naturwissenschaft, Abenteuer und Intrigen und liest sich leicht, spannend und vergnüglich.Obwohl die Handlung in einer Fantasiewelt spielt, erinnern Umfeld und Denkweise stark an die viktorianische Zeit, in der Frauen kaum Möglichkeiten hatten, sich selbst zu verwirklichen. Isabella gelingt es, einige der Grenzen, die ihr als Frau gesetzt werden, zu sprengen. Gleichzeitig ist sie doch auch in einem kolonial geprägten Weltbild verhaftet - eine Perspektive, die aus heutiger Sicht kritisch ist, ihre Memoiren aber glaubwürdig und authentisch erscheinen lässt.Ein fesselnder Einstieg in die Memoiren von Lady Trent, der Wissenschaft, Abenteuerlust und historische Perspektive auf geschickte Weise verbindet. Ich freue mich sehr auf die Fortsetzungen.