
Interkulturelle, fürsorgliche Gemeinschaften eröffnen Perspektiven für Kirche und Gesellschaft in Gegenwart und Zukunft. Die Praktiken des Zusammenlebens erschließen sich dabei aus ihrem soziokulturellen und historischen Kontext. Luca Ghiretti erweitert bislang rein ethnographische Studien zu diesem Thema um sozioethnographische und historische Perspektiven. Am Beispiel der methodistisch-waldensischen Union analysiert er praxistheoretische Konzepte wie Doing Conviviality und zeigt, wie diese das Zusammenleben in Begegnung, Resonanz und Ambivalenz prägen. Dabei wird auch deutlich, wie Interkulturalität und Diversität als dynamische Prozesse Spannungen aushalten und Unterschiede produktiv nutzen können.
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