Wie macht Food Justice Ernährung zur Gerechtigkeitsfrage? Konzept, soziale Bewegung und Praxis in den USA.
Im Food Movement der USA trifft ein Besser-Essen-Zeitgeist auf Akteure, die Ernährung als Problem von Armut und Rassismus politisieren. Was passiert, wenn »ungesunde Ernährung« nicht als falsche Wahl gilt, sondern als Frage sozialer Gerechtigkeit? Kathrin Ottovay folgt Food Justice als Konzept, Praxis und sozialer Bewegung von Hungerhilfe, Black-Panther-Programmen und Decolonize-Your-Diet-Workshops über Publizistik und akademische Debatten bis zu urbanen Gärten und Community-Food-Projekten in Oakland und Detroit. Ethnografisch, diskurs- und hegemonietheoretisch analysiert sie, wie Food Justice Krisen der sozialen Reproduktion, der Ungleichheit und der Körper adressiert und welche widersprüchliche Rolle dabei das Community-Paradigma spielt.