- Wer sich permanent Gedanken darüber macht, was passieren könnte, kann nicht den Moment leben. -
HappyHead war nur der Anfang - die einsame Insel Elmhallow ist die zweite und noch viel dramatischere Stufe des Experiments.
Auch dieser Band der Near Future Fiction Thrillerreihe lässt sich aufgrund des locker leichten und humorvollen Schreibstils im Nu wegatmen.
Dead Happy ist noch rasanter, actionreicher, düsterer und emotionaler. Zugleich außerdem noch verbitterter, aussichtsloser und nervenzerreißender für Figuren sowie Leser.
Es finden sich auch hier wieder diverse Parallelen zu unserem Leben z.B. das enorm wichtige Thema der mentalen Gesundheit durch Gaming aber auch Social Media.
Wie schon in Band 1 empfand ich es als sehr angenehm, dass die Lovestory sich nicht in den Vordergrund drängt, aber trotzdem für die Geschichte an sich notwendig ist.
Besonders hervorzuheben sind m.E. die Charakterentwicklungen (speziell von Eleanor), die den Figuren und der Story mehr Tiefe verleihen. Aber genauso positiv sind ebenfalls wieder die gesellschaftskritischen und philosophischen Aspekte zu nennen. Trotz des Sci-Fi-Charakters wirkt die Geschichte erschreckend realitätsnah.
Vor allem der langgezogene Aufbau des Spannungsbogens - speziell zu den Hintergründen von HappyHead - hat mich mehr erhoffen lassen, als das Finale offenbart hat. Schlussendlich fehlte mir leider die finale Quintessenz - sprich das Ende war mir für die tiefgreifende vorangegangene Story vergleichweise zu flach bzw. zu offen und unaufgeklärt. Sehr schade, weil ich mir diesbezüglich mehr erhofft hatte.
Trotzdem ist die Thriller-Dilogie aber eine ganz besondere Geschichte mit unbequemen Szenen zum Nachdenken und Hinterfragen, die mir noch lange im Kopf bleiben wird.
Insgesamt 4 - 4,5