Das war mein erstes Buch von Jane Hell und es hat mir gut gefallen.
Das Cover gefällt mir. Es zeigt einen Strand, das Meer, einen gepackten Rucksack, etwas Salzkaramell und eine Flagge, die offensichtlich Eckernförde darstellen soll. Da das Stadtwappen darauf jedoch nicht zu erkennen ist, wirkt sie auf den ersten Blick eher wie die ukrainische Flagge das hat mich zunächst etwas irritiert.
Es handelt sich um den zweiten Band der Reihe Fördeliebe. Die Geschichte ist jedoch in sich abgeschlossen und lässt sich problemlos ohne Vorkenntnisse des ersten Teils lesen.
Die Hauptprotagonistin Katharina ist organisiert, perfektionistisch und lebt für ihren Job. Karriere steht für sie an erster Stelle. Dass ihr Körper irgendwann streikt, überrascht daher kaum: Nach einem Schwächeanfall wird sie von ihrem Arbeitgeber in einen Zwangsurlaub geschickt. Hinzu kommt der Frust darüber, dass ihr immer wieder eine Beförderung in Aussicht gestellt wird, sie Tag und Nacht arbeitet und dennoch nicht befördert wird. Ihr fehle Biss und die nötige Durchsetzungskraft.
Um den Urlaub sinnvoll zu nutzen, meldet sie sich für ein Survivaltraining an. Doch selbst dort kann sie die Arbeit nicht ganz loslassen ständig wird sie kontaktiert und gebraucht. Ihr Trainer Hannes ist ihr komplettes Gegenteil: Er lebt im Hier und Jetzt, lässt sich nicht von Zahlen und Karriere bestimmen und genießt das Leben. Zwischen den beiden entwickelt sich nach und nach eine schöne Liebesgeschichte. Besonders gefallen haben mir ihre Spitznamen füreinander: Er nennt sie Workaholicwoman, sie ihn Freizeitjoker. Das passt perfekt zu ihren unterschiedlichen Charakteren.
Der Schreibstil ist angenehm flüssig und leicht zu lesen. Allerdings hätte ich mir etwas mehr Atmosphäre und Ortsbeschreibungen von Eckernförde gewünscht. Die Handlung spielt zwar dort, doch der Ort bleibt für mich etwas blass. Der Ausflug nach Dänemark hingegen war so schön beschrieben, dass ich am liebsten sofort selbst dorthin reisen wollte.
An einigen Stellen wirkte die Handlung etwas sprunghaft. So ist beispielsweise noch von einem Protokoll die Rede, das Katharina dringend schreiben muss und plötzlich geht sie mit ihrer Freundin Miri joggen was aus dem Protokoll geworden ist, bleibt offen. Solche kleinen Übergänge haben mich etwas gestört.
Außerdem bin ich ein großer Fan von Epilogen, die noch einmal einen Blick in die Zukunft werfen. So etwas hätte ich mir auch hier gewünscht. Das Ende kam für meinen Geschmack etwas zu schnell, zu knapp erzählt und ließ noch einige Fragen offen.
Die Themen Leichtigkeit, Aufopferung und Miteinander werden dagegen sehr schön aufgegriffen und vermittelt.
Fazit: Insgesamt ist Fischbrötchen und Salzkaramell eine unterhaltsame Wohlfühlgeschichte mit sympathischen Figuren und einer schönen Botschaft.