Schwächer als Band 1 und teilweise zäh, aber das Ende hat mich nochmal richtig berührt.
Es ist jetzt schon zwei Jahre her, dass ich Anatomy durch ein Blind-Date-Buch entdeckt habe - und damals wirklich überrascht war, wie gut es mir gefallen hat. Umso mehr habe ich mich gefreut, mit Immortality wieder in diese Welt zurückzukehren, auch wenn ich es ein bisschen schade finde, dass die Reihe nur aus zwei Teilen besteht.Ich muss aber sagen, dass mir dieser Band nicht ganz so gut gefallen hat wie der erste. Es war kein schlechtes Buch, überhaupt nicht, aber ich hatte hier einfach mehr Momente, in denen ich ein bisschen Abstand zur Geschichte hatte.Ein Punkt, mit dem ich nicht so richtig warm geworden bin, war die Gruppe unsterblicher Berühmtheiten. Die Idee fand ich eigentlich spannend, aber für mich hat es sich oft etwas zu abgehoben angefühlt und teilweise auch leicht unfreiwillig komisch. Auch die Gespräche innerhalb dieser Gruppe haben sich für mein Gefühl öfter wiederholt, ohne dass wirklich viel Neues dazukam.Trotzdem ließ sich das Buch gut lesen. Ich war jetzt nicht komplett raus, aber ich habe einfach gemerkt, dass ich deutlich langsamer vorankomme als noch beim ersten Band, den ich damals wirklich schnell durch hatte. So richtig gepackt hat es mich lange nicht, eher so ein konstantes "ich lese weiter", aber ohne diesen starken Sog.Was ich dagegen wieder richtig mochte, war der Einblick in das Leben am englischen Königshof. Das fand ich total spannend, weil es nochmal zeigt, wie einengend dieses Leben eigentlich ist. Dieser Gedanke vom "goldenen Käfig" kommt da richtig gut rüber und hat für mich viel zur Atmosphäre beigetragen.Ich hätte mir außerdem etwas mehr Fokus auf die Liebesgeschichte gewünscht. Gerade nach Band 1 hatte ich da irgendwie andere Erwartungen.Ein paar Dinge sind für mich auch offen geblieben. Zum Beispiel hätte mich interessiert, wie es mit der schwangeren Frau auf Harthrone weitergeht und ob sie ihr Kind gesund zur Welt bringt. Auch die Geschichte rund um die Frau, der Hazel geholfen hat und wie sie des Mordes beschuldigt wurde, hätte ich gern noch etwas mehr ausgeführt gehabt.Was das Buch für mich aber nochmal deutlich aufgewertet hat, war das Ende. Das hat mich wirklich berührt. Es war ruhig, stimmig und irgendwie genau richtig formuliert, sodass es für mich einen sehr schönen Abschluss gegeben hat.Auch das Cover ist - wie schon beim ersten Teil - wieder richtig schön und passt einfach perfekt zur Stimmung der Reihe.Insgesamt mag ich die Dilogie immer noch sehr gerne, auch wenn "Immortality" für mich nicht ganz an "Anatomy" herankommt. Es ist ein guter Abschluss mit kleinen Schwächen, aber eben auch mit Momenten, die im Kopf bleiben.