Informativ, mit viel Wissen und Leidenschaft rübergebracht.
Das Erste, was ich in diesem Buch gelernt habe, ist Folgendes: Eigentlich bin ich für dieses Jahr schon viel zu spät dran, um noch ein vernünftiges Winterhochbeet anzulegen. Schon im Juni oder Juli hätte ich anfangen müssen, Jungpflanzen zu ziehen, von denen die meisten auch bereits im Beet hätten sein müssen. Aber das macht nichts. Schließlich habe ich es Anja Klein, der Autorin, überhaupt erst zu verdanken, dass ich mit dem Hochbeetgärtnern angefangen habe. Völlig ahnungslos hatte ich im Frühjahr beschlossen, mir aus Paletten ein Hochbeet zu bauen und habe - unterstützt von ihrem Januarbuch - wild drauflosgepflanzt. Obwohl ein völliger Noob, hat so ziemlich alles, was ich in dem Hochbeet angesät und ausgepflanzt habe, funktioniert, doch jetzt geht das Gemüse langsam dem Ende entgegen und ich dachte in meiner Naivität, ich könnte mir jetzt einfach irgendwelches frostfestes Wintergemüse suchen und weiter geht's. Dem ist leider nicht so. Es gibt laut Anja Klein zwar auch ein paar Pflanzen, die man jetzt oder sogar erst im Oktober noch ins Hochbeet setzen kann, aber das ist eher die Minderzahl. Macht aber nichts. So habe ich über den Winter viel Zeit, noch öfter in diesem Buch zu blättern und die Pflanzen auszuwählen, die nächstes Jahr drankommen. Mir gefällt gut, dass es in dem Buch auch eine Anleitung zum Bau eines Aufsatzes gibt oder dass die Autorin auch zugibt, wenn irgendwas bei ihr nicht geklappt hat. Auch dass Nässe viel schlimmer ist als Kälte, war mir so nicht bewusst, schon gar nicht nach dem harten Sommer, in dem ich nicht mehr wusste, wie ich Wasser zum Gießen bei unserem Hochbeet und den kleinen anderen Beeten und Töpfen ranschaffen sollte. Jedenfalls ist das Buch wieder prall gefüllt mit Tipps und Ratschlägen und ich kann es kaum erwarten, im nächsten Frühjahr loszulegen und mein zweites (Winter!)Hochbeet zu bauen.