Die drei Freundinnen Hazel, Phia und Olivia sind nicht nur beste Freundinnen, sie betreiben in der Abstellkammer ihrer Schule auch ein Detektivbüro. Sie helfen so Mitschülerinnen, die sich allein nicht mehr zu helfen wissen. So auch Christina, die von ihrem Freund Tom mit Nacktfotos erpresst wird. Die drei stehlen Toms Handy, löschen die Fotos. Jedoch verschwindet Hazel, als sie das Handy unbemerkt während einer Party zurückbringen will. Die Polizei ist sich sicher, daß Hazel einfach nur abgehauen ist. Phia und Olivia bleibt nichts anderes übrig, als selbst zu ermitteln.
"Missing girls can't tell" von Tabea Webb ist ein insgesamt gelungener Jugendthriller mit ein paar Mängeln. Man kommt hervorragend in die Geschichte hinein. Die Handlung beginnt und verläuft eher ruhig, um dann zum Ende hin rasant zu werden. Man erlebt alles aus Sicht der drei Freundinnen, deren Erlebnisse und Gedanken in den Kapiteln erzählt werden. Dabei muß man schon etwas aufpassen, um nicht den Sprung ins nächste Kapitel zu verpassen (obwohl jedes Kapitel mit dem entsprechenden Namen gekennzeichnet ist). Durch die Einblicke in die jeweiligen Gedanken bekommt man ein Gespür für die Gefühle der jeweiligen Charaktere und sie werden dem Leser vertraut. Man erfährt ihr innerstes - mit allen Ängsten und Geheimnissen. Man trifft hier auf typische Teenagerprobleme wie Verliebtheit, Schlankheitswahn und dem daraus entstehenden Druck. Einige Dinge wurden mir persönlich jedoch überspitzt dargestellt. Übertriebener Alkoholkonsum auf Partys ist natürlich nicht gut, aber wer trinkt dort bitteschön Leitungswasser? Auch die Auflösung des Falles empfand ich als sehr an den Haaren herbeigezogen und unglaubwürdig. Ansonsten hat mich dieser Krimi jedoch sehr gut unterhalten und ich empfehle ihn gern weiter!