Diese Serie ist immer interessant und diesmal wurde der Leser u.a. in die Gegebenheiten einer Thermalklinik eingeweiht. Es dreht sich in der Serie ja alles um den Polizisten Pierre Durand, der sich von Paris und einer tollen Stelle als Kommisar verabschiedet hatte und lieber eine Stelle als Chef de police in der Provence angenommen hat. Für ihn ist es eine Erholung nach den Strapazen der schwierigen Fälle in Paris, aber tatsächlich passieren auch in der beschaulichen Provence verzwickte Kriminalfälle. Und dann weiß sich Pierre natürlich immer gut zu helfen. Was seine Vorgesetzen wissen, aber nicht immer so gut finden. Wer die Versetzung in die Provinz auch nicht versteht, ist der Vater von Pierre und das lässt er seinen Sohn auch immer spüren. Allerdings hat es ihn jetzt - gesundheitsbedingt - auch in die Provence gezogen, was nicht unbedingt ein Segen für seinen Sohn ist. Diese Vater-Sohn Beziehung spielt auch eine große Rolle und ich finde die Entwicklung in diesem Bereich im Laufe der Bände sehr interessant. Denn hier spielen die Lebenssituationen der Protagonisten natürlich eine große Rolle und sind der rote Faden durch alle Bände hindurch. Wobei in jedem Band ein besonderer Fall oder sogar mehrere Fälle zu lösen ist - aber man kann die Bücher auch unabhängig von einander lesen.
In diesem Band erleben wir eine sehr spektakuläre Einbruchsserie und dazu noch einen Todesfall. Es wird sogar eine Soko gebildet und man vereint sozusagen die unterschiedlichen Ermittlungsbehörden. Das ist natürlich nicht immer einfach, denn diese sind untereinander natürlich durch Konkurrenzkampt geprägt. Aber im Endeffekt steht doch die Arbeit im Vordergrund und die Gruppe findet sich mit der Zusammensetzung ab und liefert auch gute Resultate.
Es immer sehr schön, die verzwickten Fälle zu verfolgen, die Ermittlungen werden manchmal sehr erschwert oder auch mal in die Irre geleitet, aber das Team um Pierre ist gut aufgestellt. Es gibt natürlich die unterschiedlichsten Charaktertypen unter den Protagonisten und das bringt öfter auch mal Probleme mit sich. Aber mir sind die Personen eigentlich alle meist sympathisch, es hat nunmal jeder so seine Eigenheiten und Angewohnheiten, aber im Endeffekt ergänzen sie sich doch immer.
Neben den kriminalistischen Handlungen erfahren wir wieder sehr kulinarische Köstlichkeiten und beim Lesen läuft einem das Wasser im Mund zusammen. Es macht immer Spaß Charlotte, die Frau von Pierre, bei ihren Kochkünsten zu beobachten. Außerdem wird man durch die detailreichen Schilderungen auch immer gut ins Bild gesetzt und man kann sich nicht nur die Menschen, sondern auch die Landschaft und die Umgebung gut vorstellen.
Für mich ist diese Serie immer eine schöne Reise in die Provence, wo ich interessante Menschen, spannende Ereignisse, kulinarische Köstlichkeiten und eine tolle Landschaft erleben kann.
Ein Buch bzw. eine Serie, die ich mit einem guten Gewissen weiterempfehlen kann. Ich freue mich jedenfalls jetzt schon auf neue Fälle um Pierre und möchte natürlich auch die privaten Entwicklungen weiterhin miterleben. Denn da gibt es ja auch immer interessante Entwicklungen.