
Seit Mai 2023 gibt es das Deutschlandticket als bundesweit gültiges Nahverkehrsabonnement. Es senkt die Ausgaben für viele ÖPNV-Nutzer teils wesentlich und vereinfacht die Reise mit Bus und Bahn: Für Fahrten reicht ein monatlich kündbares Abo. Für Erbringer der Nahverkehrsleistungen hat dies jedoch gravierende Folgen: Fahrgeldeinnahmen brechen ein, die Organisation des ÖPNV verändert sich grundlegend. Dass Tickets in München gekauft, aber in Flensburg genutzt werden können, hat Auswirkungen auf Vertrieb wie auf Einnahmenaufteilung, auf Kontrollmöglichkeiten wie auf Attraktivität. Das Ticket ist einfach zu nutzen, aber komplex in seiner Governance, bei den Finanzierungsgrundlagen wie bei der Ausgestaltung der Rechtsbeziehungen zwischen beteiligten Akteuren. Aus Sicht der Fahrgäste, der Verkehrsunternehmen, der Rechtspraxis wie auch der Wissenschaft wird in diesem Buch dargestellt, welchen Nutzen das Ticket stiftet und ob sich zusätzliche Finanzierungsbeiträge begründen lassen.
Inhaltsverzeichnis
Der Inhalt
Bundesweite Flatrate-Tickets als Revolution der Nahverkehrsorganisation
Zwischen föderalem Staat und privatrechtlicher Nutzerfinanzierung der Rechtsrahmen
Finanzierung des Nahverkehrs unter besonderer Berücksichtigung des Deutschlandtickets
Spannungsfeld zwischen Höchsttarif und Kapazitätsausbau der Ordnungsrahmen
Technische Umsetzung: Digitalisierung schlägt Praktikabilität und Akzeptanz?
Auswirkungen des Deutschlandtickets auf Verkehr, Umwelt und Volkswirtschaft
Das Deutschlandticket gekommen, um zu bleiben!
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