A Curse of Shadow and Ice von Catharina Maura ist ein Fantasyroman, der klassische Märchenelemente mit beliebten Tropes wie Enemies to Lovers und Forced Marriage verbindet. Die Geschichte ist nicht neu erfunden und doch unterhaltsam, ich mag die Tropes immer und dies war ein kleines feines Fantasy Buch für zwischendurch.
Im Mittelpunkt steht Arabella, die gezwungen wird, den geheimnisvollen Schattenkönig Felix zu heiraten, um ihr eigenes Königreich vor dem Untergang zu bewahren. Dafür muss sie nicht nur ihr Zuhause, sondern auch ihren beinahe Verlobten Nathaniel und ihre Schwester Serena zurücklassen. Verständlicherweise ist sie alles andere als begeistert, in ein fremdes, düsteres Land zu reisen, vor allem, da ihr neuer Ehemann als grausames Monster beschrieben wird und sein Volk unter einem Fluch lebt, der ihnen die Sonne genommen hat.
Doch wie es das Genre verspricht, ist nicht alles so, wie es scheint. Nach und nach erkennt Arabella, dass Felix mehr ist als sein Ruf und auch sein Volk wächst ihr zunehmend ans Herz und doch fühlt sie sich bald das erste Mal akzeptiert. Die zentrale Frage bleibt: Kann sie den Fluch brechen? Und noch wichtiger, wo gehört sie wirklich hin?
Die Geschichte erinnert stellenweise an Märchen wie Die Schöne und das Biest, während gleichzeitig Vibes aufkommen, die Fans moderner Romantasy Reihen kennen und lieben. Besonders hervorzuheben ist, wie leicht sich das Buch lesen lässt, ich habe es innerhalb von zwei Tagen verschlungen. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig, und die Dynamik zwischen den Figuren sorgt dafür, dass man immer weiterlesen möchte, geht in der kurzen Anzahl an Seiten nicht zu tief, aber ist auch nicht zu oberflächlich.
Neben der emotionalen Entwicklung und der romantischen Spannung bringt das Buch auch spicy Elemente mit, die der Ehe zwischen Arabella und Felix zusätzliche Glaubwürdigkeit verleihen.
Auch wenn die Handlung keine komplett neue Erfindung im Fantasy-Genre ist, überzeugt das Buch durch seine vertrauten Tropes, die gelungen umgesetzt wurden. Für mich persönlich war es besonders schön, eine in sich abgeschlossene Geschichte zu lesen, die ein rundes Ende bietet etwas, das im Genre nicht immer selbstverständlich ist und zu selten vorkommt oder oft in Reihen unterteilt wird.
Insgesamt ist A Curse of Shadow and Ice eine klare Empfehlung für alle, die romantische Fantasy mit bekannten, aber gut umgesetzten Elementen suchen, nicht einen riesen Schinken lesen wollen und einfach ein Buch zum Eintauchen, Mitfühlen und zum geniessen für zwischendurch.