Ich war von Seite 1 an im Sog.
Ich habe schon Promise Boys gerne gelesen, aber dieses Buch hat mich nochmal anders gecatcht. Weil es mich an all die vielen Berichte erinnert, die man immer wieder sieht. Weil es sich nicht anfühlt, wie ein Buch. Sondern weil es leider immer wieder unsere Realität ist. Up in Smoke fühlt sich nicht an wie ein Thriller. Es ist wahrscheinlich genau so schon viel zu oft passiert.
Wir begleiten Cooper, der unschlüssig ist, wie er sich aufgrund der aktuellen Ereignisse verhalten soll. Und dann trifft er eine Entscheidung, die für ihn weitreichende Folgen hat. Schnell landen er und seine Freunde in den Nachrichten und ein Freund von ihm wird verhaftet. Und dann wäre da noch Monique. Die Schwester seinen Kumpels, die nicht glauben will, dass ihr Bruder zu einem Mord fähig ist.
Gemeinsam versuchen die beiden den Fall aufzuklären. Coopers Lügengerüst gerät dabei immer mehr ins Wanken.
Der Schreibstil war wie immer flüssig und ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Mit seinen nicht einmal 300 Seiten ist das Buch zwar nicht sehr dick, hat dadurch aber auch keine unnötigen Längen und ist ein regelrechter Pageturner.
Ich mochte die Dynamik zwischen den beiden Protagonisten super gern. Während Cooper besonders am Anfang total verloren wirkt und sich nicht klar positionieren will, hat Monique ganz klare Vorstellungen von ihren Ansichten und vertritt diese lautstark. Genau diese Ausgangslage hat dafür gesorgt, dass Cooper eine super Entwicklung durchmacht.
Die Spannung war durchweg gegeben, da die beiden immer wieder neue Dinge aufdecken. Dabei hatte man aber zu keiner Zeit das Gefühl, dass hier etwas übertrieben dargestellt wurde. Und so treiben sie die gefundenen Spuren sie immer weiter in das Netz aus Lügen, welches sich immer dichter um sie spannt.
Am Ende bekommen wir einen super Plottwist und einein Abschluss, welcher einen mit vielen Gedanken zurücklässt.
Das war nun mein zweites Buch von den Autor und ich mag genau das. Seine Bücher erzählen nicht nur Geschichten, sondern vermitteln auch echte Tatsachen, welche zum Nachdenken anregen. Und genau das ist doch die Wirkung, die ein Buch haben sollte, oder?