Kamelienhaus, Band 3: Der Winter hat auch auf der Insel Soshima Einzug gehalten. Lucinde Lucy Riwall freut sich sehr auf die kommenden Feierlichkeiten, denn über Weihnachten wird sie in die Bretagne reisen, wo ihre beste Freundin Lili heiraten wird. Finn wird ebenfalls dort sein und erstmals ihre Heimatinsel sehen. Danach geht es zurück nach Japan, wo das japanische Neujahrsfest vorbereitet wird. Doch manchmal läuft nicht alles nach Plan
Erster Eindruck: Ein schönes, winterliches Cover mit Berg und Wasser gefällt mir.
Dies ist Band 3 der Reihe, kann jedoch ohne Kenntnis der Vorgängerbände gelesen werden. Da ich die Bände 1 und 2 mit grosser Freude gelesen habe, habe ich Band 3, der erstaunlich kurz ist dazu unten mehr lange vorbestellt.
Lucy hat alle Hände voll zu tun, sowohl für die Kamelienölmanufaktur als auch für die bevorstehende Reise nach Frankreich. Doch sie weiss, dass sie sich auf ihre Mitarbeitenden verlassen kann und sie während ihrer Abwesenheit alles gut handeln werden. Kurz vor der Abreise erreicht sie ein Hilferuf eines befreundeten Grafikers, der für seine Manga- und Anime-Convention aufgrund einer Doppelbuchung händeringend einen Ersatzaustragungsort sucht. Und jetzt?
Mein Lieblingszitat in diesem Buch: Wenn du feststellst, dass du unrecht hast, dann korrigiere deine Haltung und stehe offen dazu.
Die Herausforderung war auch dieses Mal, die zahlreichen Protagonisten gedanklich korrekt zuzuordnen; in den Umschlagsklappen gibt es Personenlisten.
Mir haben die Einblicke in die Manga- und Anime-Kultur sehr gefallen. Der Bürgermeister meinte zu Lucy, dass sie wohl viel über Japan wisse, aber nicht über deren Manga- und Anime-Kultur. Ich wusste genauso wenig darüber wie Lucy, denn ich hätte auch gedacht, dass dies nur die jungen Leute ansprechen würde, was aber nicht stimmt. Wieder etwas gelernt!
Ein Buch mit 144 Seiten lässt sich flüssig lesen. 144 Seiten sind nicht viel, umso grösser war für mich die Entdeckung, dass bereits auf Seite 117 Ende stand eine herbe Enttäuschung! Der Rest des Buches war sodann eine Leseprobe zu einem anderen Buch. Von mir gibt es für die zu kurze Geschichte 2 Sterne.