Inhalt: Die 17-jährige Toni (Antonia) reist zu einem Schreibworkshop eines Bestsellerautors in das graue und regnerische Schottland. Dort angekommen, eröffnet jener Bestsellerautor den Anwesenden, dass es sich nicht nur um einen reinen Schreibworkshop handelt, sondern der beste Teilnehmer auch in seine Fußstapfen treten soll und auch das Vermögen erben wird. Alle stürzen sich in ihre Aufgaben. Wirklich alle? Oder sind einige hier auch aus anderen Gründen da. Zudem geschehen rätselhafte Dinge: Das Personal verhält sich irgendwie komisch, Personen streifen nachts durch die Gänge des Manor und unsere Hauptprotagonisten schlafwandelt in ihren Albträumen durch das Gebäude. Alles spitz sich zu, also der Schreibkurs eine blutige Wendung nimmt und Toni alles daran setzen muss, auch ihre Unschuld zu beweisen.
Optik: Das Buch hat mich als aller erstes durch das wunderschöne Cover und den tollen Farbschnitt angezogen. Als das Buch dann endlich angekommen ist, durfte ich feststellen, dass es nicht nur ein Cover ist. Die Fenster lassen sich herausnehmen, so das man einen Blick in das Innere von Giffard Manor. Das in der limitierten Auflage vorhandene Page Overlay ist nicht nur schön anzusehen, sondern kann auch als kleiner Tipp im Buch benutzt werden kann (möchte ich jetzt nicht weiter drauf eingehen, das sollte jeder selbst entdecken). Auch so ist das Buch richtig toll gestaltet. Wir haben nicht nur einen getippten Roman, sondern dieser wird mit Notizen von Toni, kleinen Karten zum Anwesen, einem Stammbaum und handgeschriebenen Aufzeichnungen der anderen Teilnehmern aufgelockert. Auch einen Einblick in Tonis Traumtagebuch kann man so erlangen.
Meine Meinung: Ich hatte viel von Hotel Ambrosia gehört und wusste, dass das Buch so schon bei vielen Leuten als Highlight gilt. Nun hatte ich mir Missing Page auserkoren, um Katie Kento kennen zu lernen und für mich raus zu finden, ob ihre Bücher etwas für mich sind. Das es dann noch in einer so tollen Optik erscheint hat mich da vielleicht auch ein wenig mehr angestachelt.
Ich bin von der Art zu schreiben echt total begeistert. Ich hatte in der gesamten Zeit nicht das Gefühl, dass irgendwann mal die Spannung fehlte. Immer passierte etwas. Ein wenig Probleme hatte ich mit den Personen der Angestellten. Irgendwie hat es da bei mir etwas gedauert, dass ich alle unter einen Hut bekommen habe und nicht ständig überlegen musste "wer bist du denn noch gleich", vor allem beim Privatsekretär. Aber ich muss zugeben, Katie Kento konnte mich total überzeugen. Ich fand es richtig richtig gut. Ein YA-Krimi den ich einfach so verschlungen habe und das wo nebenbei noch Buchmesse war.
Eine klare Empfehlung für Leute, welche von Agatha Christie und Cluedo nicht abgeneigt sind, gern rätseln und in dunkle Geheimnisse abtauchen wollen.
Für mich schon dieses Jahr ein Highlight.