Romy Herold widmet sich in diesem Roman den beiden Fromm¿Schwestern Tilda und Emma, die im 19. Jahrhundert den Grundstein für die berühmte Schwartau¿Marmelade legten. Die historische Idee hinter dem Buch ist spannend: zwei Frauen, die mutig einen neuen Unternehmenszweig gründen und damit Familiengeschichte schreiben.Was mir sehr gut gefallen hat, ist die gründliche Recherche. Die Autorin fängt die gesellschaftlichen Strukturen, wirtschaftlichen Herausforderungen und das Leben im Rostock des 19. Jahrhunderts sehr authentisch ein und die Grundidee wie zwei Frauen zu der damaligen Zeit ein Unternehmen mit aufbauen, ist stark. Allerding bleiben die Figuren, trotz des starken historischen Rahmens, leider etwas blass. Die Schwestern wirken zwar sympathisch, doch ihren inneren Konflikten und Wünschen fehlte die Tiefe.Wichtige Ereignisse, wie z. B. Trennung und Verlust innerhalb der Familie wurden leider emotionslos geschildert. Auch verliert sich die Autorin in vielen Nebensächlichkeiten, dies geht auf Kosten der Spannung. Der Schreibstil liest sich leicht und flüssig, aber wichtige Ereignisse, wie z. B. Trennung und Verlust innerhalb der Familie wurden leider emotionslos geschildert. Schon auf den ersten Seiten tauchen viele Figuren auf, was es schwer macht, den Überblick zu behalten und in den Leseflow zu finden. Hier braucht man Zeit um sich zu sortieren.Das Buch kann ich aber auf jeden Fall für Lesende, die gern in vergangene Epochen eintauchen, empfehlen.